Bain Capital 9 Mrd. Dollar für Toshiba Memory

In Yokkaichi fertigt Toshiba den Großteil seiner Speicherbausteine wie etwa 3D-NAND-Flash.
In der Fab in Yokkaichi fertigt Toshiba 3D-NAND-Flash-Speicher. In der juristischen Auseinandersetzung mit Western Digital will Bain Capital zu einer Einigung gelangen.

Bevor Toshiba Memory an die Börse kommt, will das Konsortium um Bain rund 9 Mrd. Dollar in das Unternehmen fließen lassen – und sich mit Western Digital einigen.

Damit will Bain Capital als Führer des Konsortiums, das Toshiba Memory für 18 Mrd. Dollar gekauft hat, den Hersteller von NAND-Flash-ICs für weiteres Wachstum rüsten. Um das Geld aufzutreiben, will Bain Capital verschiedene Methoden nutzen, wie Yuji Sugimoto, Managing Director von Bain gegenüber Nikkei Asia Review erklärte. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Partner diesen Betrag in das Unternehmen steckten, bis es in rund drei Jahren an die Börse komme. Es sei auch nicht geplant, Mitarbeiter zu entlassen, ihre Zahl könnte sogar steigen.

Übereinkunft mit Western Digital?

Und wie beurteilt er die juristische Auseinandersetzung mit Western Digital, die den Verkauf zumindest soweit verzögern könnte, dass Toshiba nicht mehr an der Börse von Tokio bleiben kann und das Schicksal von Toshiba Memory im Ungewissen läge? Es ginge hierbei nach den Worten von Yuji Sugimoto nicht um Gewinnen oder Verlieren – es ginge darum, wie eine Einigung zu erzielen sei.

Dass der Arbitration Court gänzlich im Sinne von Western Digital entscheiden könnte, hält er für sehr unwahrscheinlich. Doch selbst dann gewinne Western Digital nur Fertigungsmaschinen, die sich im Besitz einer Joint-Venture-Firma befände, die auch nur auf dem Papier bestünde. Wenn Western Digital sich in Besitz eines solchen Unternehmens brächte, das über keine Mitarbeiter verfüge, sei dies für Western Digital wohl kaum als »Gewinn« zu betrachten. »Wir denken darüber nach, wie eine Übereinkunft zu erzielen wäre«, erklärte er im Interview mit der Nikkei Asia Review.