Investitionen der IC-Hersteller 20 Prozent mehr für Halbleiterkapazitäten

Die Investitionen der Halbleiterhersteller in neue Kapazitäten 2016 und in den ersten beiden Quartalen 2017. Insgesamt könnten sie in diesem Jahr auf 85,4 Mrd. Dollar klettern – wenn Samsung alleine in diesem Jahr tatsächlich 22 Mrd. Dollar investiert.
Die Investitionen der Halbleiterhersteller in neue Kapazitäten 2016 und in den ersten beiden Quartalen 2017. Insgesamt könnten sie in diesem Jahr auf 85,4 Mrd. Dollar klettern – wenn Samsung alleine in diesem Jahr tatsächlich 22 Mrd. Dollar investiert.

Die Halbleiterhersteller investieren in diesem Jahr rund 20 Prozent mehr in den Ausbau ihrer Kapazitäten als 2016. Im ersten Halbjahr waren es sogar 48 Prozent mehr.

Dies Zahlen haben die Analysten von IC Insights in dem neusten Update des McClean Report 2017 ermittelt. Wie hoch die Ausgaben der Halbleiterindustrie für neue Kapazitäten am Ende des Jahres tatsächlich ausfallen werden, hängt sehr stark davon ab, wie sich Samsung weiter verhalten wird. Nicht weniger als 11 Mrd. Dollar hatte Samsung allein im ersten Halbjahr 2017 investiert. Dies entspricht 25 Prozent der gesamten Investitionen der weltweiten Halbleiterindustrie in diesem Zeitraum.

Laut IC Insights gibt Samsung aber über die Planungen für das zweite Halbjahr keine Auskunft. Dass das Unternehmen recht flexibel agieren und das Ruder abrupt herumreißen kann, hatte es schon einmal 2012 gezeigt: Nach Rekordinvestitionen im ersten Halbjahr 2012 in Höhe von 8,5 Mrd. Dollar, gab das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte nur noch 3,7 Mrd. Dollar aus. Könnte sich das wiederholen? Auch die Analysten rätseln. Derzeit wäre denkbar, dass Samsung in diesem Jahr 22 Mrd. Dollar investiert. Dass am Ende von 2017 Gesamtinvestitionen von »nur« 15 Mrd. Dollar stehen könnten, sei aber auch möglich.

Wenn Samsung tatsächlich 22 Mrd. Dollar ausgäbe, würden sich die Gesamtinvestitionen der Halbleiterindustrie in den Ausbau der Fertigungen in diesem Jahr auf 85,4 Mrd. Dollar belaufen, 27 Prozent mehr als 2016.