Sharp Devices Europe Fokus auf TFT-LCDs, LEDs und Optoelektronik

Christian Hansen, Sharp Devices Europe: »Durch die veränderten Strukturen, die mit dem Wandel von SME zu SDE verbunden sind, stehen heute unsere technische Kompetenz und unsere Design-Fähigkeiten am Markt deutlicher im Vordergrund – ein Vorteil, von dem unsere Kunden direkt profitieren.«
Christian Hansen, Sharp Devices Europe: »Durch die veränderten Strukturen, die mit dem Wandel von SME zu SDE verbunden sind, stehen heute unsere technische Kompetenz und unsere Design-Fähigkeiten am Markt deutlicher im Vordergrund – ein Vorteil, von dem unsere Kunden direkt profitieren.«

Vier Business Units, kleine zielmarktfokussierte Teams und die Integration des European Design Centre in Oxford: Seit gut einem Jahr ist die Sharp Devices Europe nun mit einem sehr lösungs- und empfängerorientierten Business Konzept erfolgreich in Europa aktiv und setzt weiter auf Wachstum.

Unsere neue Unternehmensstruktur hat sich seit ihrer Schaffung im April letzten Jahres als optimal erwiesen, den sich dynamisch verändernden Kundenbedürfnissen in Europa gerecht zu werden«, fasst Christian Hansen, zuständig für Business Analysis und Communication als Manager im Bereich Organisational Strategy bei Sharp Devices Europe (SDE), die grundlegenden Veränderungen zusammen. Sie sollen dazu beitragen, nach den Herausforderungen der letzten Jahre das Geschäft der Sharp-Tochter, die 2013 einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich erreichte, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu lenken.

SDE war vor gut einem Jahr aus der bis dahin am Markt tätigen Sharp Microelectronics Europe (SME) hervorgegangen. Die damit verbundene Restrukturierung war vor allem der Veränderung der europäischen Kundenlandschaft geschuldet. Einige wichtige Kunden haben entweder massiv an Marktbedeutung verloren und darum ihre Einkaufsvolumina reduziert, oder die Fertigungen wurden aus Europa in andere Regionen der Welt verlagert.

Kleine Teams - klar definierte Zielmärkte

»Wir haben auf diese Situation reagiert und uns mit vier Business Units am Markt aufgestellt«, berichtet Hansen, »dabei handelt es sich um Mobility, Infrastructure, Automotive und Professional Applications«. Im Mittelpunkt der Vertriebs- und Design-in-Aktivitäten stehen dabei vor allem LCDs, Automotive-LCDs, LEDs sowie Camera und System Devices. Kleine, individuelle Teams kümmern sich dabei um klar definierte Zielmärkte. »Damit sind wir nun mit einer sehr lösungs- und empfängerorientierten Organisation am Markt aktiv«, resümiert Hansen.

Die Aktivitäten von SDE konzentrieren sich auf die Standorte München, Hamburg, Oxford und Mailand. Geleitet werden die Geschäfte von München aus, in Hamburg und Mailand befinden sich weitere Vertriebsniederlassungen. Als besonders gelungen hat sich die Zusammenführung mit dem European Design Centre in Oxford zur SDE-Organisation erwiesen: »Unsere Teams haben damit den direkten Zugriff auf die umfassende Expertise der Entwicklungsspezialisten dort«, hebt Hansen hervor.

Outdoor-Display-Projekt

Vor dem Hintergrund dieses speziellen Entwicklungs-Know-hows ist wohl auch der sehr engagierte Zeitrahmen für eines der jüngsten Projekte im Outdoor-Signage-Bereich zu sehen: Im April hatte SDE eine exklusive Partnerschaft mit Amscreen bekannt gegeben. Ziel der Partnerschaft ist es, erstmals eine wirklich preisgünstige und skalierbare Lösung für Outdoor-Displays anzubieten. Amscreen bringt seine patentierten Netzwerk- und Content-Delivery-Systeme in diese Partnerschaft ein, SDE sein Know-how beim Aufbau zuverlässiger, kosteneffizienter und technisch führender High-Brightness-Module. David Woodward, President von SDE, zeigte sich anlässlich der Bekanntgabe der Partnerschaft zuversichtlich, »dass diese Bildschirme im Six-Sheet-Format noch in diesem Jahr einsatzbereit sein werden«.

Mit welch unterschiedlichen Herausforderungen die verschiedenen Teams in Europa konfrontiert werden, macht Hansen mit dem Hinweis auf zwei sich sehr gut entwickelnde Marktsegmente deutlich: »Während es in der Automotive-Branche bis zu sieben Jahre dauern kann von der ersten Kontaktaufnahme bis zu dem Zeitpunkt, wenn ein Produkt, oder eine Systemkomponente in einem neuen Fahrzeug auf die Straße kommt, schrumpft dieser Zeitraum im Bereich der Wearable Electronic auf gerade mal sechs Monate zusammen.«

Insgesamt zählen mehr als 2000 Komponenten und Subsysteme zum Produktspektrum der SDE in Europa. Dabei gibt es beispielsweise im Bereich der TFT-LCDs Produkte mit Displaydiagonalen von 0,99 bis 90 Zoll. Bei den LEDs reicht das Leistungsspektrum von 0,5 bis 100 W. Komplettiert wird das Produktspektrum durch Optoelektronik, CCD- und CMOS-Kamerasensoren, RF- und LSI-Bauteile sowie Gehäuse- und Integrationstechnologien.

Neu: LCD-Module aus Glassubstrat der achten Generation

Zu den jüngsten Neuvorstellungen im Bereich großformatiger LCD-Module gehörten vor kurzem die beiden Modelle LQ150X1LX95 (15 Zoll) und LQ190E1LX75 (19 Zoll). Bei ihnen handelt es sich um die ersten ihrer Art, die aus Glassubstrat der achten Generation hergestellt wurden. Sie bieten ein Kontrastverhältnis von 1500 : 1, symmetrische Betrachtungswinkel von 85 Grad sowohl von oben wie von unten als auch von links und rechts. Zu den weiteren Features gehören integrierte LED-Treiber und mehr als 70 Prozent der NTSC-Farbskala.

Ein Beispiel für die neusten Entwicklungen im LED-Bereich stellen die Tiger-ZENIGATA-LEDs dar. Dabei handelt es sich um ein COB-LED-System für weißes Licht mit variabler Farbtemperatur. Für die Regulierung der Farbtemperatur sorgt bei diesen LEDs ein neuartiger COB-Phosphor-Aufbau. Dabei wird eine Phosphorscheibe in Warmweiß (2700 K) von Phosphorstreifen in Kaltweiß (5700 K) durchzogen. Über die unabhängig regulierbare Stromversorgung lässt sich das Lichtstromwert-Verhältnis der in zwei separaten Schaltkreisen verdrahteten LED-Dies zwischen kalt- und warmweißen Bereichen verändern. Damit eignen sich diese für den Einzelhandel maßgeschneiderten Lichtlösungen sowohl zur ansprechenden Präsentation von Lebensmitteln wie zur effektvollen Beleuchtung von Schmuck.