Schaltschrank-IPC mit ausgeklügeltem Lüftungssystem Zwei Cores in einer Box

Der »Galaxy G1-A« von DSM Computer nutzt Intels Dual-Core-Prozessor Atom D510.

Eine hohe Rechenleistung bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch kennzeichnet den Schaltschrankrechner »Galaxy G1-A« von DSM Computer, der für den Anlagen- und Maschinenbau in der Industrieautomation entwickelt wurde.

Der Box-IPC Galaxy G1-A basiert auf einem Mini-ITX-Board mit dem Strom sparenden Intel-Dual-Core-Prozessor »Atom D510«, der mit einer Frequenz von 1,66 GHz getaktet ist und 1 MByte L2-Cache (je 512 KByte) integriert. Der Prozessor ist Teil der Performance-optimierten Embedded-Roadmap von Intel und wesentlich leistungsfähiger als der Vorgängertyp Atom N270 mit einem einzigen Kern. Der Systemspeicher (DDR2) ist bis zu 4 GByte groß. Als Chipsatz kommt Intels 82801HM-I/O-Controller (ICH8M) zum Einsatz. Die Grafik ist bei dieser neuen Generation im Prozessor integriert und mit 400 MHz Taktung schneller als die frühere Lösung.

Besonders für raue Industrieumgebungen geeignet, kann der robuste Galaxy G1-A flexibel im Schaltschrank verbaut werden. Da sich die Laufwerkseinschübe und die Anschlüsse an der Vorderseite des Industriegehäuses befinden, ist ein schneller Zugriff auf alle Komponenten möglich. Dank eines ausgeklügelten internen Lüftungssystems mit zwei 8 cm großen, Temperatur geregelten Systemlüftern werden - trotz unterschiedlicher Positionierungen im Schaltschrank - die CPU-Baugruppe und die Einsteckkarten belüftet. Damit lässt sich ein Betriebstemperaturbereich des Rechners von 0°C bis 50°C sicherstellen.

Der Schaltschrankrechner bietet eine breite Schnittstellenpalette an, unter anderen acht USB-2.0-Ports, wovon sechs Anschlüsse außen und zwei intern verfügbar sind, SATA, Audio und ein Realtek-8111DL-1000Base-T-LAN-Interface. Von den vier COM-Schnittstellen sind standardmäßig drei als RS232 herausgeführt, eine davon ist umschaltbar als RS232/422/485 realisiert. Optional ist das System mit Wireless LAN verfügbar, damit können beispielsweise einzelne Geräte im Maschinenpark bedienerfreundlich über Funk angesteuert werden. An Grafik-Interfaces sind VGA mit einer maximalen Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten vorhanden.

Trotz der kompakten Abmessungen von 149 mm x 260 mm x 280 mm verfügt das Schaltschranksystem über vier freie PCI-Steckplätze bzw. drei freie PCI-Slots und einen PCI-Express-x1-Slot sowie über einen internen Mini-PCI-Express-x1-Slot zur Aufnahme einer breiten Auswahl an Steckkarten. Damit kann der Rechner mit allen gängigen Zusatzmodulen für CAN-Bus und Feldbus (LON, Profibus, Interbus) sowie um kundenspezifische Steuerungskarten einfach erweitert werden.

Zur Speicherung der Anwenderdaten ist ein von außen zugänglicher sowie ein interner 3,5-Zoll-Laufwerkseinschub vorhanden. Damit können jeweils 3,5 Zoll bzw. 2,5 Zoll große Festplatten oder zwei robuste Solid Starte Disks (SSDs) verwendet werden. Zusätzlich verfügt der Galaxy G1-A über einen internen Compact Flash-Sockel.

Für die Stromversorgung des Box-IPCs sorgt ein eingebautes 180-W-Netzteil mit 100 V bis 240 V Eingangsspannung oder optional ein 24-V-DC-Netzteil mit einer Leistung von 200 W.