SMARC-2.0-Modul mit USB-C Vereinheitlicher für Peripherie und Stromversorgung

Das SMARC-2.0-Modul „conga-SA5“ soll USB-C den Weg in die Embedded-Welt ebnen.
Das SMARC-2.0-Modul „conga-SA5“ soll USB-C den Weg in die Embedded-Welt ebnen.

congatec setzt bei seinen neuen SMARC-2.0-Modulen auf das leistungsstarke USB-C und erwartet damit eine weitere Standardisierung für das Interface-Setup der CoM-basierten Embedded Devices.

Systementwickler können USB-C für Standard-Peripheriegeräte von USB 3.1 bis USB 1.0 nutzen, Displays anschließen und sogar für die Stromversorgung des Systems oder der Peripheriegeräte nutzen, was den Verkabelungsaufwand auf ein einziges Kabel reduziert. »Durch die Einführung einer solch universell einsetzbaren Plug&Play-Funktionalität vereinfachen wir den Einsatz von Embedded-Technologie signifikant. USB-C-Buchsen mit vollem Funktionsumfang sind zwar noch selten, sie repräsentieren aber einen echten Durchbruch in der Standardisierung der fragmentierten Welt kabelgebundener externer Schnittstellen«, betont Martin Danzer, Director Product Management von congatec. Eine solche Standardisierung sei sowohl für Systementwickler als auch für Systemintegratoren/-Administratoren und Gerätenutzer von großem Vorteil: Systementwickler müssen so nicht mehr über das Interface Setup nachdenken, denn sie brauchen lediglich die Anzahl der USB-C-kompatiblen Peripheriegeräte festlegen, die sie verbinden möchten, und die USB-C-Interfaces entsprechend entwerfen. Zudem können Systemintegratoren ihre USB-C-kompatiblen Peripheriegeräte an jeder beliebigen USB-C-Buchse anschließen.

»Das klingt noch sehr fantastisch, da die Branche erst am Anfang dieser Evolution steht und die 100%ige Verfügbarkeit von voll ausgestatteten USB-C-Buchsen noch eine Vision ist«, räumt Danzer ein. »Aber stellen Sie sich vor, wie einfach die Systemspezifikationen werden, sobald dieser Veränderungsprozess abgeschlossen ist.«

Um die neuen Fähigkeiten der Stromversorgung sowie der Display-Integration zu demonstrieren, nutzt congatec das neue Evaluation-Carrierboard „conga-Seval“ mit einer onboard USB-C Buchse. Als entsprechendes SMARC-2.0-Modul steht „conga-SA5“ bereit. Die umfangreichen USB-C-Funktionen umfassen USB-2.0- und USB-3.1-Gen-1-Support mit Datenraten von bis zu 5 GBit/s und alternativen Modi für Display Port 1.2 (DP-Alt) und USB Power Delivery (USB-PD), die eine Leistungsaufnahme von bis zu 100 W unterstützt. Alle Signale sind gleichzeitig an der punktsymmetrischen USB-C-Buchse mit 24 Signal-Pins verfügbar.

An Power-Modi unterstützt die Lösung alle USB-PD-Modi, wie sie vom USB-IF (Universal Serial Bus Implementers Forum) spezifiziert wurden. Sie kann neben dem USB-3.0-kompatiblen Modus mit 5 V und 1,5 A zusätzlich Spannungen von 12 und 15 V mit bis zu 3 A sowie auch 20 V mit maximal 5 A liefern. Damit hat USB-C auch das Potenzial zu einem vereinheitlichenden Stromversorgungsstandard für sowohl Peripheriegeräte als auch Systeme zu werden.

OEMs und Entwickler können das neue SMARC-2.0-Modul und das Carrierboard von congatec als applikationsfertige Design-In Lösung zur Off-the-Shelf-Evaluierung dieser neuen Technologie nutzen. Um die Entwicklung kundenspezifischer USB-C-Implementierungen weiter zu vereinfachen, liefert congatec auf Anfrage und exklusiv für OEM-Kunden auch alle benötigten Schaltpläne. Um den eigenen Entwicklungsaufwand und die Time-to-Market auf ein Minimum zu reduzieren, können OEMs alternativ auch die Embedded Design & Manufacturing Services (EDMS) von congatec nutzen, um ihre spezifischen Lösungen entwickeln zu lassen. Darüber hinaus arbeitet congatec an USB-C-Implementierungen seiner Qseven- und COM-Express-Module und maximiert für leistungsstarke COM-Express-Type-6-Designs die USB-Konnektivität mit Thunderbolt 3 auf Datenraten von bis zu 40 GBit/s.