Kolumne Und diesen Typen schreiben auch Sie E-Mails …

Matthäus Hose, Verlagsleiter der Weka Fachmedien.
Matthäus Hose, Verlagsleiter der Weka Fachmedien.

Bekommen Sie auch ab und zu mal eine E-Mail? Man kann sich viel Zeit sparen, wenn man im Berufsleben die E-Mail-Schreiber (m/w) in Typen unterteilt und so den Posteingang schneller freischaufeln kann.

Typ A: Der Arme

Seine Mails sind die längsten. Mit allen Zeichen, die die Tastatur hergibt, schreibt er und schreibt er und schreibt er, dass er eigentlich überhaupt keine Zeit hat, weil er so viel Arbeit hat und gar nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht und weil er noch so viele unendlich lange Mails schreiben muss an all die Leute, die wissen müssen, dass er eigentlich gar keine Zeit hat – „Sorry, echt Sorry“.

Dybb B: Der Dialektiker

Egal, ob Frangge oder echter Bayer oder gar einer aus einer Gegend, wo die besten Vize-Meister herkommen, der Dialekt dieses Typs dringt bis in die Glasfaser. Vor allem die oberbayrische Spezies schreibt das (!) Mail am liabsten im Dialekt und dann a glei a so dass a jeda spannt dass ma wo her is wo de andan ned her san, de Haumdaucha de damischn.

Typ C: Der Datenschutzbeauftragte

Er ist das pure Gegenteil von Typ D (kommt gleich). Er ist das, was man gemeinhin als spaßbefreit bezeichnet. E-Mails stören ihn und zwar mehr als alle anderen Menschen auf der Welt. Wie kommt man nur dazu, gerade ihm zu schreiben, wo er doch er ist. Deshalb lautet sein Lebensmotto im digitalen Verkehr: „Nehmen Sie mich sofort aus dem Verteiler!!!“ Und da kennt er auch kein Pardon, egal ob kasachischer Spam-Versender, Zwillingsbruder oder Finanzamt – für alle gilt „Nehmen Sie mich sofort aus Ihrem Verteiler!!!“

Typ D: Der Spaßige

Sein Codename lautet „WG: Witzig :-)“. Er arbeitet gerne in richtig großen Großkonzernen und sieht seinen Schaffenssinn im Versenden von witzigen Bildchen und Filmchen an Gottunddiewelt und andere Verteiler. Da er im Berufsleben meist nicht so richtig zu Hause ist, ahnt er nicht, dass auch Postfächer ihre Grenzen haben können und viele Filme ebenso über Links (siehe Typ F) versendet werden können. Er hält seinen Humor für göttlich, doch Gott kennt Gnade, er nicht. Ihm ist es egal, ob das Postfach, Outlook oder gleich die ganze Server-Farm abraucht. Deshalb versendet Typ D gerne auch mal ´Die nackte Kanone 2 ½´ als 1,8 Gigabyte-Anhang – wirklich witzich :-).

Typ E: Der Wichtige

Egal, ob der Büroflur in Flammen steht oder ob er einfach nur fröhliche Weihnachten/Ostern/etc. wünscht, dieser Typus versendet jede Mail mit Wichtigkeit „Hoch“ und dem dazu gehörigen roten Ausrufezeichen! Wahrscheinlich inspirierten solche Leute Albert Einstein zu seinem berühmten Zitat: Nimm alle Dinge wichtig, aber keines richtig ernst.“

Typ F: Der Link(e)

Kopieren, Einfügen. Das kann dieser Typ am besten. Er ist quasi der Missing Link in der E-Mail-Geschichte. Er schreibt nicht so gerne selbst (Doktor-Titel in Aussicht?), sondern kopiert am liebsten Links http://www.elektroniknet.de/markt-technik/halbleiter/messe-talk-social-media-136531.html in E-Mails und das http://www.elektroniknet.de/markt-technik/halbleiter/markt-technik-gibt-der-elektronikbranche-ein-gesicht-136927.html nicht zu http://www.elektroniknet.de/halbleiter/10-media-summit-2016-128148.html knapp http://www.amazon.de/rutsch-weiter-weitere-Abenteuer-Alltags/dp/3772314341/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384176213&sr=8-1&keywords=los+rutsch+weiter

Typ G: Der Abwesende

Der Abwesenheitsassistent ist sein wichtigstes Arbeitstool. Er ist eigentlich nie da, die Kollegen wissen das und die anderen können es gerne nachlesen, wenn die Auto-Reply kommt mit Sätzen wie „Ich bin ab 1.1.2007 bis 21.10.2019 in Elternzeit und im Anschluss in Altersteilzeit bzw. Vorruhestand. Gerne beantworte ich Ihre Mail zeitnah nach meiner Rückkehr. Diese Mail wird nicht weitergeleitet.“

Jetzt viel Spaß beim Lesen Ihrer Mails :-)

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