iesy: Einfacher zum Muster Transparenz mit Web-Shop schaffen

Martin Steger, iesy: »Transparenz ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung.«

Das Embedded-Computing-Unternehmen iesy hat einen Online-Shop für Embedded-Profis eröffnet. Die Motivation und Ziele erklärt Martin Steger, Geschäftsführer von iesy.

Markt&Technik: Was unterscheidet den iesy-Shop von den anderen B2B-Online-Shops?

Martin Steger: Im Wesentlichen drei Dinge: Transparenz, Usability und Verbreitung. Wir möchten es dem Benutzer so einfach wie möglich machen, von der Information bis zur Bestellung und dem Erhalt der Ware. Unsere Shop-Produkte sind mit umfangreichen Informationen zu Preisen, Verfügbarkeiten und Lieferkosten ausgestattet. Zudem listet Google sämtliche Produkte in seiner Shopping-Suche, und auch über Suchmaschinen ist der iesy-Webshop inzwischen sehr gut aufzufinden. Zudem ist er auch für mobile Endgeräte optimiert und bietet mit PayPal eine moderne Bezahlvariante an.

Was wird angeboten?

Vom Heatspreader über Eval-Boards und Starter-Kits bis zu fertigen Box-PC-Lösungen bieten wir das komplette Embedded-Computing-Spektrum an, also Computermodule, Computerboards, Computersysteme, Komplettsysteme, Software, Support und Zubehör.

Wer ist die Zielgruppe?

Wir haben den Shop bewusst nicht auf spezielle Zielgruppen zugeschnitten, denn letztlich gibt es im Bereich Embedded Systems viele mögliche Anknüpfungspunkte, vom Einkäufer bis zur Produktentwicklung oder sogar Geschäftsführung, je nachdem wo die einzelnen Projekte aufgehängt sind. Genau darum geht es uns ja: die Menschen dort abzuholen, wo sie sind.

Um welche Stückzahlen geht es dabei?

Aktuell ist die maximale Bestellmenge auf ein Stück begrenzt. Die Software würde aber auch höhere Stückzahlen erlauben.

Also ein Bemusterungs-Shop.

Ja.


Die Preise sind online. Viele B2B-Shops haben so angefangen und dann die Preisangaben mit der Zeit verschwinden lassen. Wie stemmt iesy sich gegen diese Entwicklung?

Transparenz ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung. Wir wissen, dass Preise immer ein sensibles Thema sind, auch im Hinblick auf Hersteller und Partner sowie dahinterliegende Strukturen. Amazon hat anfänglich auch viel Kritik einstecken müssen für seine Preispolitik, ist aber nie davon abgewichen. Wir haben gute Argumente, die für unseren Ansatz sprechen. Wir sind gerade dabei, unsere Vertriebsprozesse konsequent zu digitalisieren. Damit folgen wir einem Trend, der im B2C-Bereich schon länger besteht, und transportieren ihn in die B2B-Welt. Auch hier helfen Offenheit und Transparenz, um den Prozess langfristig erfolgreich zu gestalten.

Wie läuft die Bezahlung?

Aktuell kann man im Shop per Vorkasse, via PayPal und auf Rechnung bezahlen. In einem nächsten Entwicklungsschritt werden wir Amazon Pay einbinden, das ähnliche wie PayPal aufgebaut ist, um die Reichweite noch einmal zu erhöhen.

Muss man befürchten, dass man nach ein paar Tagen ein iesy-Vertriebsmitarbeiter vor der Tür stehen hat?

Nein, das sicher nicht. Wir hören in der Regel einige Tage nach der Auslieferung noch mal beim Kunden nach, ob er zum Beispiel Unterstützung bei der Inbetriebnahme braucht. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir recht gut, welche Klippen es beim Testen von Hardware zu umschiffen gilt. Kurzum, wir sind eher Berater als Verkäufer an dieser Stelle.

Wie geht es weiter?

Unser Shop-Angebot werden wir in den nächsten Wochen und Monaten weiter ausbauen in Bezug auf neue Produkte und neue Lieferanten. Wir lassen uns zudem stets von innovativen Shop- und Kommunikationskonzepten inspirieren und überlegen, wie wir diese für B2B nutzen können. Wichtig ist es uns, dass der Kunde es möglichst „iesy“ hat.