iSYSTEMs Erfolgsrezept: Wissen, was der Kunde braucht »Tool-Hersteller brauchen ein tiefes Prozesswissen«

Erol Simsek, iSYSTEM: »Der Trend geht hin zur Unterstützung einer Vielzahl von Programmier- bzw. Script-Sprachen zur ‚Fernsteuerung’ des Entwicklungswerkzeuges aus einer anderen, auch kundenspezifischen Anwendung.«
Erol Simsek, iSYSTEM: »Der Trend geht hin zur Unterstützung einer Vielzahl von Programmier- bzw. Script-Sprachen zur ‚Fernsteuerung’ des Entwicklungswerkzeuges aus einer anderen, auch kundenspezifischen Anwendung.«

Hersteller von Entwicklungs-Tools konkurrieren auf unterschiedlichen Ebenen miteinander - sowohl auf lokaler, als auch auf internationaler Ebene. Dabei stehen die Hersteller eigentlich alle vor den gleichen Herausforderungen. Welche das sind und wie man sich vom Mitbewerb abheben kann, erklärt Erol Simsek von iSYSTEM.

Die iSYSTEM AG aus Schwabhausen entwickelt und vertreibt seit über 25 Jahren hardwarenahe Software-Entwicklungs- und Testwerkzeuge für Embedded-Systeme. Dabei handelt es sich in erster Linie um In-Circuit-Emulatoren (ICE) und On-Chip-Debugger (OCD). Früher wurden diese ausschließlich von Mikrocontroller-Experten als ein hardwarenahes Entwicklungswerkzeug eingesetzt. Heute findet man sie zunehmend in den unterschiedlichsten Phasen entlang des gesamten Entwicklungs- und Testprozesses einer Softwareentwicklung wieder. Entsprechend offen und vielseitig müssen die Tools, aber auch die Kenntnisse des Tool-Herstellers sein.

»Das Prozessdenken in den Unternehmen fordert ein tiefgehendes Prozesswissen seitens des Werkzeugherstellers, um dem Anwender den flexiblen Einsatz und die Integration von Entwicklungswerkzeugen in solche Prozesse zu erleichtern«, erklärt Erol Simsek, Sales & Marketing bei iSYSTEM. »Neben dem Aneignen des eigentlichen Prozesswissens ist hier auch die Umsetzung im Werkzeug selbst, unter dem Schlagwort Connectivity, gemeint. Connectivity ist die Bereitstellung offener Programmierschnittstellen. Tool-Hersteller wie wir stellen hierfür kostenlos generische Schnittstellen zur Verfügung, die die Integration dieser Werkzeuge in den Entwicklungs- und Testprozess des Kunden ermöglichen.« Diese Schnittstellen müssen sich zur Lösung verschiedenster Aufgaben wie entwickeln, testen, verifizieren und validieren von Software und Hardware eignen. »Der Trend geht hin zur Unterstützung einer Vielzahl von Programmier- bzw. Script-Sprachen zur ‚Fernsteuerung’ des Entwicklungswerkzeuges aus einer anderen, auch kundenspezifischen Anwendung. Im Prinzip können dann Prozessteile sowohl während der Entwicklung, als auch des Tests automatisiert werden.«

Tool-Qualifizierung

Standards beeinflussen heute nicht mehr nur den Funktionsumfang der Tools, sondern auch die Nachweismöglichkeit der funktionalen Korrektheit beim Kunden. Die IEC61508 (Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/ programmierbar elektronischer Systeme) ist hierbei als übergeordnete und generische Norm zu sehen, von der verschiedenste Spezialisierungen für einzelne Märkte abgeleitet sind: ISO 26262 (Automotive Funktionale Sicherheit), DO-178B/C (ist Voraussetzung der FAA und der EASA für eine Zertifizierung von Software für den Einsatz in der Luftfahrt), DIN EN 62304 (Software-Lebenszyklusprozess von Medizingeräte-Software). »Vor allem in der Luftfahrt und in der Automobilindustrie fordern die Kunden vom Toolhersteller eine enge Zusammenarbeit in Punkto Tool-Qualifizierung«, so Simsek. »Dazu müssen die Toolhersteller Nachweismöglichkeiten der funktionalen Korrektheit der eingesetzten Werkzeuge schaffen. Das können organisatorische Maßnahmen sein, also z.B. externe Audits des Entwicklungsprozesses bzw. Zertifizierungen der Werkzeuge durch unabhängige Dritte, oder eben Referenz-Tool-Suiten, die dem Kunden selbst den funktionalen Korrektheitsnachweis ermöglichen.« iSYSTEM bietet hierzu ein Tool-Qualifizierungs-Kit bestehend aus einer speziell für die Kundenapplikation aufgebauten Regressionstest-Tool-Suite und entsprechendem vor-Ort-Consulting an.