Vernetzung industrieller Anwendungen Sicher in die Cloud

Christof Spiegel (links), Geschäftsführer bei Eaton Industries, und Wilfried Bauer, Leiter Systemintegration für digitale Lösungen, Cloud und Internet der Dinge bei T-Systems, arbeiten gemeinsam daran, dass deutsche Maschinen in Zukunft IoT-ready sind.

Eaton und T-Systems wollen gemeinsam Maschinen- und Anlagenbauern den Weg ebnen zur sicheren Vernetzung ihrer Systeme mit der Cloud.

Die beiden Partner zielen mit ihrer Kooperation bewusst nicht auf die Großindustrie: »Gerade mittelständische Maschinen- und Anlagenbauer haben meist nicht die Möglichkeit und die Mittel, in sichere, leistungsfähige IoT- und Cloud-Technologie zu investieren. Um sich erfolgreich für die Zukunft aufzustellen, sollten sie auf vertrauensvolle Partner setzen, die ihnen einen einfachen, ganzheitlichen und sicheren Weg aufzeigen, wie sich Maschinen in IoT-Umgebungen einbinden und die Potenziale von Cloud-Services wirtschaftlich nutzen lassen«, erklärt Stefan Selke, MOEM Segment Marketing Manager EMEA bei Eaton. Wilfried Bauer, Leiter Systemintegration für digitale Lösungen, Cloud, Internet der Dinge bei T-Systems, ergänzt: »Wir möchten dem deutschen mittelständischen Maschinenbau nicht nur die technologischen Bausteine zur Vernetzung seiner Anlagen über die Cloud liefern. Mit digitalen Lösungen, die sich exakt auf seine Anforderungen zuschneiden lassen, unterstützen wir ihn auf seinem Weg zur Industrie 4.0.«

Dabei ermöglichen die Automatisierungskomponenten von Eaton die einfache Anbindung an die Multi-IoT-Plattform der Telekom-Tochter auf Basis des OPC-UA-Standards. Über diesen Lösungsansatz können Maschinenbauer künftig komplette Anlagen direkt von der Cloud aus überwachen, vorausschauend warten sowie Verschleiß, Betriebskosten und Produktivität der Maschinen im Fertigungsprozess durch intelligente Datenauswertung optimieren. Ein wesentlicher Vorteil besteht hier in den Möglichkeiten, die mit der Analyse von umfassenden Maschinendaten über den gesamten Lebenszyklus einer oder auch mehrerer Maschinen, unabhängig vom Standort, verbunden sind.

Beide Unternehmen wollen gemeinsam mit Pilotkunden IoT-Services auf Basis von aktuellen Daten aus der laufenden Produktion entwickeln. Je nach Szenario sollen sich individuelle Parameter vom Kunden bestimmen und nutzen lassen. Anwender sind dann beispielsweise in der Lage, nicht nur zu sehen, wann Verschleißteile auszutauschen sind, sondern auch zu analysieren, welche Abhängigkeiten zwischen Produktionsergebnissen oder einzelnen Verbrauchswerten und Komponenten wie Filtern und Rohstoffen beziehungsweise Prozessdaten wie Temperaturen und Drücken in laufenden Fertigungsprozessen bestehen.

Heute ist das Potenzial von IoT erst zu 5 Prozent ausgeschöpft (Quelle: Pierre Audoin Consultants). Gründe hierfür sind sicherlich die Komplexität und Sicherheitsproblematik des IoT. Die Multi-IoT-Plattform von T-Systems soll nun den Einstieg in IoT für den Maschinen- und Anlagenbauer einfach und sicher machen, denn sie vereint und verbindet die diversen IoT-Komponenten. Hosting und Betrieb der Multi-IoT-Plattform erfolgen im hochsicheren deutschen Cloud-Rechenzentrum von T-Systems und nach den strengen Anforderungen des deutschen Datenschutzgesetzes.