Kundenspezifische SBCs Rezeptsammlung für Embedded-Rechner

Christian Schneider, E.E.P.D.: »Wir bringen das komplette Design auf eine Baugruppenebene und benötigen keine mechanisch anfälligen Aufsteckmodule.«
Christian Schneider, E.E.P.D.: »Wir bringen das komplette Design auf eine Baugruppenebene und benötigen keine mechanisch anfälligen Aufsteckmodule.«

Mit seinem »Single-Board-Recipe« bietet E.E.P.D. ein neues Entwicklungskonzept für Single-Board-Computer (SBC) an. Die Vorteile und Hintergründe erläutert Christian Schneider, Marketingleiter von E.E.P.D..

Markt&Technik: Wie sieht das Rezept aus?

Christian Schneider, E.E.P.D.: Das Single-Board-Recipe ist eine umfassende Bibliothek an vordesignten Modulen, die zueinander kompatibel und trotzdem form- und skalierbar sind. Wir sind damit in der Lage, schnell und kosteneffizient einen echten Single-Board-Computer nach Kundenrezept zu entwickeln.

 

Was unterscheidet das SBC-Rezept von den üblichen Building-Blocks der Embedded-Branche?

Der gravierende Unterschied liegt darin, dass wir das komplette Design auf eine Baugruppenebene bringen. Wir benötigen keine mechanisch anfälligen Aufsteckmodule, sondern bieten eine echte Ein-Board-Lösung nach Maß.

 

Wo ist dann der Unterschied zum Full-Custom-Design?

Wir müssen nicht jedes Design von Grund auf anpacken, sondern können mit „einem Griff ins virtuelle Regal“ aus unterschiedlichsten, vorgefertigten, bereits erprobten und bewährten Baugruppensektionen wie CPU-, GPU-, Netz- und Schnittstellenteilen wählen. Aufgrund des ausgeklügelten Konzepts lassen sich diese Standardblöcke zusammenfügen. Trotzdem sind der Skalier- und Formbarkeit nur wenige Grenzen gesetzt. Am Ende hat der Kunde dann doch ein Full-Custom-Design, zusammengestellt nach seinem Rezept.

 

Welche Prozessoren sind wählbar?

Wir können auf eine Palette aus x86- und ARM-basierten Architekturen zugreifen. Die Auswahl reicht dabei von Intels Atom und Core der fünften Generation über AMD eKabini G-Series zu Freescales i.MX-6-Prozessoren. Ein Teil unserer neueren Standardprodukte, zum Beispiel die beiden Profive F38, der jüngste Profive GS1 Single-Board-Computer oder das ARM-basierte A6i-Panel-Board wurden bereits mit Hilfe von Single-Board-Recipe entwickelt.

 

Wie sieht es mit der Stromversorgung aus?

Das virtuelle Netzteil-Regal hält unterschiedliche Leistungsklassen mit Weitbereichs-Spannungseingang und standardmäßig EMV-Filterung bereit. Wie alle anderen speziell im Single-Board-Recipe angelegten „Blöcke“ können auch die Netzteile schnell in Form angepasst und in das kundenspezifische Design implantiert werden.