In 15 Jahren erwartet Regionaljets mit Hybrid-Antrieb

Airbus-Chef Tom Enders
Airbus-Chef Tom Enders

Airbus setzt auf Hybrid-Antrieb für seine Kurzstrecken-Flieger und hofft auf Aufwind für den A400M.

(dpa) - Airbus-Chef Tom Enders sieht Anfang der 2030er Jahre die Zeit von teilelektrischen Flugzeugen im Passagiergeschäft gekommen: »Unser Ziel ist, in 15 Jahren nicht nur Flugzeuge zu haben, die eine Stunde durchhalten, sondern wir sollten dann 100-Sitzer haben, die elektrisch-hybrid fliegen«, erklärt der Manager. Konkrete Pläne für einen solchen Flieger nannte er allerdings nicht. Bislang ist Airbus im Passagiergeschäft nur mit Jets mit deutlich mehr als 100 Sitzen unterwegs. Die kleineren Typen für Regionalstrecken bauen vor allem der brasilianische Hersteller Embraer, der kanadische Bombardier-Konzern und das französische/italienische Joint Venture ATR.

Dabei glaubt Enders, dass technische Neuerungen in Zukunft vor allem aus der Verkehrsfliegerei kommen und von dort aus in Militärflugzeugen Einzug halten: »Das war früher umgekehrt«, betont er. Der Manager sieht Airbus als Hersteller von Verkehrsjets sowie Militärflugzeugen daher für die Zukunft besser aufgestellt als reine Rüstungskonzerne. Auch dem Militärtransporter A400M sagt er trotz zahlreicher Pannen, milliardenschwerer Mehrkosten und jahrelanger Verzögerungen große Erfolge voraus. Bislang kommen beim A400m die Triebwerke nicht aus der Kritik – vielleicht hilft zukünftig auch hier ein Hybrid-Antrieb weiter.