SPS IPC Drives 2015 Persönliche und technische Premieren

Wolfgang Eisenbarth ist neuer Geschäftsführer von Portwell Deutschland.
Wolfgang Eisenbarth, Portwell: »Unser Messe-Highlight ist ein System-in-Package, mit dem kundenspezifisch IoT-Anbindungen über unterschiedlichste Wireless-Technologien für OEM-Kunden realisiert werden können.«

Nach seinem Wechsel MSC Technologies zu Portwell Deutschland gibt Wolfgang Eisenbarth in seiner neuen Funktion als Managing Director sein Messedebüt und steht uns Rede und Antwort.

In letzter Zeit haben einige taiwanische Embedded-Firmen ihr Engagement in Deutschland deutlich ausgeweitet. Woran liegt das?

Wolfgang Eisenbarth: Ich könnte mir vorstellen, dass über lange Zeit die industriellen Anforderungen in Europa nicht gut beherrscht wurden und oft versucht wurde mit kommerziellen Komponenten diesen Markt zu erschließen. Inzwischen sind die Firmen zu Konzernen angewachsen, haben deutlich mehr Wissen über die Industrieanforderungen aufgebaut und wollen nun ihre neuen Fähigkeiten in Europa auch vertreiben. Gleichzeitig haben sich die harten Anforderungen aus der Industrie auch abgeschwächt, da auch hier die Erfahrung gemacht wurde, dass sie Zyklen immer kürzer werden und der kommerzielle Markt neue Kundenwünsche auslöst. Ein Beispiel hierzu ist PCAP in der Visualisierung oder IndustriePCs, die nach fünf Jahren genauso „veraltet“ sind wie der eigene Laptop.

Was ist das Highlight auf dem Portwell-Stand?

Das Highlight ist ein System-in-Package, mit dem kundenspezifisch IoT-Anbindungen über unterschiedlichste Wireless-Technologien für OEM-Kunden realisiert werden können. Neben den Netzwerk-Chips können auch ARM-Prozessoren auf dem gleichen Substrat integriert werden und damit auf kleinstem Raum individuelle Funktionen realisiert werden. Daneben zeigen wir natürlich Intel-Skylake- und –Braswell-CPUs auf Modulen, Boards und Systemen.

Welche Akzente wollen Sie bei Portwell setzen?

Bisher ist Portwell eher im internationalen Bereich gut bekannt. In Deutschland werden wir uns deshalb neben den Projekten auch intensiv mit der Marketingkommunikation beschäftigen, um zu zeigen, welche vielfältigen Leistungen wir in der Portwell-Gruppe anbieten können. Dabei setzen wir auch auf Branchenlösungen wie für Gaming, Medizin oder in der Telemetrie. Mit verbundenen Unternehmen bieten wir auch Kommunikationsprodukte oder kundenspezifische Gehäuse an. Damit decken wir alle wichtigen Anforderungen der Hauptbranchen im deutschsprachigen Raum ab.

Herr Eisenbarth, gleicher Ort, aber andere Firma – wie fühlt man sich da?

Das Umfeld hat sich in der Tat nicht sehr geändert. Durch den größeren Wirkungskreis ist es eine Herausforderung, alle wichtigen Dinge wie die Kunden- und Projektbetreuung an erster Stelle zu belassen und gleichzeitig Verbesserungen im täglichen Ablauf, in kleineren Schritten umzusetzen. Mit einigen neuen Produkten kommen auch neue Projektanfragen, die zeigen, dass Portwell technologisch in der ersten Liga spielt und viel zu bieten hat. Auf der SPS IPC Drives stellen wir neue, lüfterlose Systeme vor, die einfach und schnell in Applikationen integriert werden können. Mit so viel Unterstützung durch die Zentrale kann man sich nur gut fühlen.