Gigant Hewlett-Packard zerfällt in zwei Teile PC- und Druckergeschäft wird abgespaltet

Erst waren es nur Gerüchte, jetzt macht es Hewlett-Packard offiziell und erklärt, dass das Unternehmen in zwei unabhängige, börsennotierte Unternehmen aufgespaltet wird: Hewlett–Packard Enterprise und HP Inc.

In Hewlett-Packard Enterprise werden die gesamten Server-, Storage-, Networking-, Dienstleistungs- und Software-Aktivitäten sowie die OpenStack Helion Cloud Plattform integriert. Meg Whitman wird President und CEO des neuen Unternehmens, Pat Russo wiederum wird Chairman im Board von Hewlett-Packard Enterprise.

In HP Inc. gehen die PC- und Druckeraktivitäten ein. Hier wird Dion Weisler President und CEO, Whitman wiederum wird Non-Executive Chairman vom Board von HP Inc. Die Auftrennung soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2015 über die Bühne gehen, allerdings unter der Voraussetzung, dass beispielsweise auch das Board of Directors diesen Schritt endgültig absegnet.

Die Idee ist nicht neu. Bereits 2011 wurde unter dem damaligen CEO Leo Apotheker darüber diskutiert, das PC-Geschäft abzuspalten. Am Ende hat es Apotheker in Kombination mit seinem Wackelkurs aber den Job gekostet und das PC-Geschäft blieb bei HP. Nach Massenhaften Entlassungen trotzdem weiterhin schlechten Geschäftszahlen hat sich die Einstellung geändert. Die Aufteilung splittet HP in zwei mehr oder minder gleich große Teile: Das 1939 gegründete Unternehmen mit mehr als 300.000 Mitarbeiter soll in diesem Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 112 Mrd. Dollar erzielen, 50 Prozent davon entfallen auf das PC- und Druckergeschäft. Wie der bestehende Schuldenberg und die Mitarbeiter aufgeteilt werden, wurde nicht bekannt gegeben.

HP ist bereits der zweite Gigant, der aufgespalten wird. Vor kurzem erst hat Ebay angekündigt, sich von seinem PayPal-Geschäft zu trennen.