Neue Prozessoren Intel integriert AMD

Intels neue Multi-Die-Technologie integriert auch GPUs von Erzrivale AMD.
Intels neue Multi-Die-Technologie integriert auch GPUs von Erzrivale AMD.

Weil viele Notebooks einen zusätzlichen Grafikchip verbauen, will Intel künftig die in den Prozessoren integrierte Grafikeinheit verbessern. Hilfe dazu soll von AMDs Radeon-Gruppe kommen.

Intels Dauerrivale AMD liefert künftig die Grafikprozessor-Dies für die neue „Core X“-Prozessorgeneration zu. Kernstück des neuen Designs ist EMIB (Embedded Multi-Die Interconnect Bridge), eine kleine intelligente Brücke, die es heterogenen Silizium-Dies ermöglicht, Daten schnell auszutauschen. Zusätzlich eliminiert EMIB Höhenunterschiede der Dies, reduziert Fertigungs- und Designvorgänge und ermöglicht so rund 50 Prozent an Platz einzusparen.

Hinzu kommt ein „Power-Sharing-Framework“ das eine maßgeschneiderte neue Verbindung zwischen dem Prozessor, diskreten Grafikchip und dedizierten Grafikspeicher ermöglicht. »Darüber hinaus fügen wir Softwaretreiber und Schnittstellen diesem Semi-custom-Grafikprozessor hinzu, um die Informationen zwischen allen drei Elementen der Plattform zu koordinieren«, erklärt  Chris Walker, Vice President of the Client Computing Group und General Manager von Intels Mobile Client Platform. »Das Framework hilft nicht nur bei der Verwaltung von Temperatur, Leistungsabgabe und Leistungszustand in Echtzeit, sondern ermöglicht es auch Systemdesignern, das Verhältnis von Leistungsteilung zwischen Prozessor und Grafik auf der Grundlage von Arbeitslasten und Nutzungen anzupassen. Diese Leistungsbalancierung zwischen unserem Prozessor und dem AMD-Grafiksubsystem ist entscheidend für die Leistung beider Prozessoren.«

Intel sieht diese neue CPU-Generation als Ergänzung der achten Core-Generation an und will damit auch neue Anwendungsgebiete erschließen. »Einige mögen vielleicht sagen, dass der PC-Markt ausgereift ist und das schon seit einiger Zeit. Bei Intel stellen wir diese Auffassung jeden Tag aufs Neue in Frage«, betont Walker. »Wir schaffen immer wieder neue Möglichkeiten, die noch niemand gesehen oder erlebt hat. Für das erste Quartal 2018 erwarten wir erste Produkte, darunter auch Systeme von großen OEMs, die auf dieser aufregenden neuen Technologie basieren.«