Überraschender Umschwung Hacker schauten lieber WM-Finale

Die ungewöhnlichen Arbeits- und Sehgewohnheiten von Hackern.
Die ungewöhnlichen Arbeits- und Sehgewohnheiten von Hackern.

Während in den Viertel- und Halbfinalspielen der Fußball-WM die Zahl der Hackerangriffe nach oben schnellte, ruhten diese hingegen zum Finale.

Eine Statistik des IT-Sicherheitsspezialist Imperva: Auch Hacker sind Fußballfans – aber nur beim Finale! Außerhalb der WM werden durchschnittlich rund 2000 Angriffsversuche pro Stunde registriert. Während der Viertel- und Halbfinals sowie des Spiels um Platz drei, hat sich der Wert auf durchschnittlich über 5000 Attacken pro Stunde mehr als verdoppelt. Beim Finale zwischen Deutschland und Argentinien wurden hingegen nur knapp über 100 Cyberangriffe pro Stunde gezählt. Eine vergleichsweise verschwindend geringe Anzahl, die nur einen Schluss zulässt: Selbst Cyberkriminellen war das Endspiel wichtiger als ihre kriminellen Machenschaften. Die Analysten vom Imperva haben vom Viertelfinale bis zum Finale die Häufigkeit von Cyber-Angriffen auf ihre Kunden ausgewertet. Die Daten stammen aus Impervas »Community Defense System«, in dem sämtliche Cyber-Angriffsversuche auf Kunden dokumentiert werden, um zukünftig auch andere Unternehmen davor zu schützen. Die Auswertung nach den Viertel- und Halbfinalspielen hat gezeigt, dass Hacker die Stunden um diese weltweit sehr beachteten Events nutzen, um vermeintlich unbehelligt Angriffswellen auf Unternehmen zu fahren. »Wohl in der Annahme, dass die IT-Experten auf Unternehmensseite anderes zu tun haben, als sich um die Abwehr von IT-Angriffen zu kümmern«, vermutet Barry Shteiman, Director Security Strategy bei Imperva. Im Finale hat sich dieser erste Eindruck, der sich durch die komplette K.O.-Runde zog, jedoch umgekehrt. »Verblüfft stellten wir fest, dass kurz vor, während und nach dem WM-Finale die Hackerangriffe auf ein Minimum gesunken sind.« Die vergleichsweise verschwindend geringe Anzahl, ließe nur einen Schluss zu: Den Hackern war das Endspiel wichtiger als ihre kriminellen Machenschaften.