Industrielle I/Os Feldbusse-Erweiterungen für Multicore-MCU

XMOS stellt für seine Multicore-Mikrocontroller-Familie »XCore« nun auch Feldbus-Ressourcen zur Verfügung. Damit adressiert das Unternehmen industrielle Anwendungen, die deterministische Kommunikation und präzise Steuerung kombinieren wollen.

XMOS führt die Feldbus-»xSOFTip«-Soft-Peripherals und eine Industrial-Serial-Bus-I/O-Karte (sliceCard) zunächst für ihr modulares sliceKIT-Entwicklungssystem ein, wodurch die Kommunikation über RS485, CAN und LIN ermöglicht wird. Weitere industrielle Produkte sollen im Laufe des Jahres 2013 folgen. Damit werden die Vorteile der deterministischen xCore-Architektur mit seiner sehr geringen Latenz jetzt auch nutzbar für Entwickler industrieller Produkte, z.B. von einfachen Sensoren und Aktoren bis hin zu Protokoll-Bridges, High-Performance-SPSen und Motor-Steuerungen.

»Der industrielle Markt ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt von standardisierten wie auch firmeneigenen Kommunikationsprotokollen«, erklärt Paul Neil, Vizepräsident für Produktmanagement von XMOS. »Unsere xCore-Multicore-Mikrocontroller können programmiert werden, um diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Ganz gleich ob man ein firmeneigenes Protokoll in Software implementieren will, einen der zahlreichen Feldbus-Standards anpassen oder Echtzeiterweiterungen eines komplexen Netzwerk-Protokolls wie Ethernet realisieren will, xCore kann die Anforderungen erfüllen.«

Industrielles Protokoll-Bridging stellt ein gutes Beispiel für Herausforderungen dar, denen die Hersteller industrieller Systeme gegenüberstehen: Bislang verfügbare Lösungen nutzen meistens separate Bausteine, um die verschiedenen Protokoll-Aufgaben zu erfüllen. In diesen Anwendungen kann XMOS mehrere Bausteine durch einen einzelnen xCore-Multicore-Mikrocontroller ersetzen.

Unlängst hat XMOS sein Angebot um drei neue Bausteine erweitert, die die Verarbeitungs- und Schnittstellenanforderungen einer Vielzahl von Embedded-Anwendungen bedienen können. Diese neuen Produkte sind mit 10, 12 bzw. 16 Logikkernen ausgestattet und bieten bis zu 1000 MIPS deterministische, parallele Rechenleistung.

Die xCore-Chips sind durch die »xTIMEcomposer Studio«-Entwicklungswerkzeuge programmierbar, die dem Entwickler eine C/C++-Umgebung bieten. Sie beinhalten Tools für die statische Timing-Analyse sowie Takt-genaue Simulation, sodass es für Entwickler einfacher wird, sehr präzise Echtzeitanforderungen zu erfüllen.