Entwicklungswerkzeuge und Arduino-Bibliotheken EVE mit neuen Tools

Um Anwender seiner Embedded-Video-Engine (EVE) noch weiter zu unterstützen, bietet FTDI Chip nun ein neues Werzeugpaket als zusätzlichen Support.

Die EVE-Emulator-Bibliothek ist der erste Bestandteil des neuen Support-Angebots. Das Software-Tool modelliert das Verhalten des Designs, womit Entwickler die Display- und Touch-Funktionen des FT800 (und demnächst auch des FT801 im Single-Touch- statt Multi-Touch-Modus) ohne Hardware emulieren können. Auch Demos lassen sich damit schnell entwickeln und Projektmanagern oder potenziellen Kunden zeigen. Auf Windows lässt sich somit eine High-Level-Emulation durchführen.

Das Tool profitiert dabei von der genauen SPI/I2C-Schnittstellenkonfiguration und einheitlichen Speicherstruktur des FT800/FT801-Chips. EVE-Beispielanwendungen nutzen einen HAL (Hardware Abstraction Layer), um die Anwendungslogik unabhängig von der Hardwareplattform zu machen. Beispielanwendungen lassen sich auf dem EVE-Emulator anpassen, wobei die Applikationslogik verändert wird.

Der EVE Screen Editor ist ein Windows-basiertes Software-Tool, mit dem sich Display-Befehle näher untersuchen lassen und Experimente mit eigens erzeugten Display-Listen durchgeführt werden können, mit denen die EVE-ICs angesteuert werden. Das Tool dient auch zum Zugriff auf die verschiedenen EVE-Entwicklungsplattformen (VM800B, VM800C und die neue VM800BU) über FTDIs MPSSE-Kabel, ohne dass zusätzlicher Code geschrieben werden muss.

Darüber hinaus bietet FTDI Arduino-Bibliotheken für sowohl den FT800 als auch den FT801. Der Grafikdisplay-Controller FT801 wird zudem nun in Serie gefertigt und basiert auf FTDIs EVE-Technik. Der objektorientierte Baustein eignet sich für WQVGA- und QVGA-Displays und rendert Bilddaten zeilenweise statt pixelweise. Damit erübrigt sich ein Bildpuffer. Der Baustein führt Alpha-Blending- und Anti-Aliasing-Operationen durch und unterstützt 18-Bit-RGB-Farbe mit 2-Bit-Dithering für verbesserte Farbtöne. Durch den integrierten Controller für kapazitive Berührungsschnittstellen lassen sich mehrere Berührungspunkte gleichzeitig erfassen, was eine komplexe Gestenerkennung gestattet.