Embedded Systems Entwickler fordern bessere Software-Entwicklungstools

In einer Umfrage unter rund 50 Software-Entwicklern hat das Fraunhofer ESK aktuelle Probleme bei der Entwicklung von Software für eingebettete Systeme mit Multicore-Prozessoren identifiziert. Am wichtigsten waren den Entwicklern Software-Tools für Debugging und Test.

Als maßgebliche Anforderungen an die Software für Embedded-Systeme haben die Befragten Performanz, deterministisches Verhalten und Echtzeit identifiziert. Dabei spielt sich Echtzeit in der Regel zwischen 10 μs und 10 ms ab. Die aufwändigsten Arbeitsschritte bei der Entwicklung sind Test, Debugging und Implementierung. In diesem Umfeld besteht auch umfangreicher Unterstützungsbedarf, denn als größte Probleme wurden das Debugging zeitkritischer Software, die Reproduzierbarkeit von Fehlern und unzureichend spezifizierte Anforderungen genannt.

Die aufwändigsten Aufgaben, Implementierung, Debugging und Test, benötigen am häufigsten Werkzeugunterstützung. Eingesetzt werden sowohl kommerzielle als auch quelloffene und selbstentwickelte Werkzeuge. Die Nutzung kommerzieller Software-Werkzeuge korreliert mit dem V-Modell: In den frühen Phasen werden sie häufig genutzt, in die späten Phasen werden sie oft durch freie, quelloffene und selbstentwickelte Werkzeuge ersetzt. Gründe für die Eigenentwicklung sind bei 60 Prozent der Befragten das Fehlen passender Tools und bei 40 Prozent nicht vorhandene Funktionen. Ein weiterer Grund sind die hohen Anschaffungskosten für

Neben dem Fehlen passender Tools und deren mangelnde Integration in eine Werkzeugkette, wurde die Schwierigkeit, parallele Strukturen mit bestehenden Programmiersprachen abzubilden, bemängelt. Angesichts des Trends zum Einsatz von Multicore-Prozessoren in sicherheitskritischen Embedded-Systemen besteht hier deutlicher Entwicklungsbedarf, wie die Studie eindeutig ergab.