Neue Wege in der Entwicklung grafischer Oberflächen Embedded-Grafik durch Datenmodelle

Der Softwarestecker und die Systemkomponenten die er verbindet.

Die Verbindung von Visualisierung mit Datenmodellen für grafische Benutzerumgebungen ist ein innovativer Ansatz, um komplexe Grafikfunktionen für schlanke Embedded Systeme zu entwickeln. Die Umsetzung der grafischen Oberflächen wird dabei ohne traditionelle Programmierung von Designern übernommen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert innerhalb der Forschungsinitiative SPES 2020 dieses Projekt.

Die Anforderungen an die Anzeigequalität und Bedienmöglichkeiten grafischer Oberflächen wachsen auch für Embedded Systeme. Anwendungen, selbst auf kleinen Systemen mit kleinen Displays, geben sich nicht mehr mit einfacher Pixelgrafik zufrieden. Hier setzten Geräte aus der »Consumer-Welt« wie das iPhone Maßstäbe: Animierte Icons und Symbole, über die intuitiv bedient werden kann, sind auch für Embedded-Anwendungen von Interesse. Die wichtigsten Eigenschaften für ein modernes Embedded-Grafiksystem sind deshalb:

- Funktionsgerechte Darstellung von Prozessen für intuitive Interaktionen mit animierten Objekten und »Touch«-Bedienung.

- Grafische Darstellung vieler Abläufe und Funktionen in überlagerten Fenstern, ohne dabei zu verwirren.

- Einfache Erzeugung und Darstellung von Bildschirmmasken

- Integration in komplexe heterogene Systemumgebungen und die Umlenkung von grafischen Ein- und Ausgaben auf verschiedene Plattformen.

- Darstellung von Daten verbunden mit Funktionsabläufen. Das führt zu animierten grafischen Objekten, die in Steuerungsprogramme integrierbar sein müssen.

- Geringer Ressourcenbedarf und Unterstützung typischer Embedded-Architekturen wie PowerPC, x86, ARM, MIPS oder SH4.

- Internationale Sprachunterstützung für exportorientierte Industrieprodukte.

Als Ausgangbasis für dieses Anforderungsprofil eignet sich das betriebssystemunabhängige und objektorientierte Embedded-Grafiksystem »XiBase9«. Damit werden neue Grafikobjekte mit einem komfortablen Vektoreditor erstellt oder durch Modifikationen vorhandener Objekte angepasst. Ein Grafikserver kommuniziert über eine definierte Schnittstelle mit den Systemanwendungen und ist für die Darstellung der Objekte mit ihren Funktionen verantwortlich. Die grafischen Funktionen sind dabei nicht in die Anwendung »hineinprogrammiert« sondern von ihr entkoppelt - Änderungen an der grafischen Oberfläche lassen sich so einfach umsetzen, ohne den Programmcode der Anwendungen modifizieren zu müssen. Dies führt zu übersichtlichen Code-Strukturen und besserer Wartbarkeit der Software im produktiven Einsatz. Individuelle oder gewohnte, »Windows-ähnliche« Oberflächen sind mit den enthaltenen Entwicklungswerkzeugen einfach zu erstellen und dank der Internationalität praktisch für alle wichtigen westlichen, asiatischen und arabischen Anwendungen einsetzbar.