Optimierter Programm-Code Debugging des Stromverbrauchs

IAR Systems will durch eine neue Software-Debugger-Technologie die Entwicklung energieeffizienterer Embedded Systeme erleichtern: Parallel zum Programmablauf wird nun auch der Stromverbrauch des Gerätes erfasst.

»Immer mehr unserer Kunden fragen nach Möglichkeiten, die Stromaufnahme in ihren Anwendungen zu verringern«, berichtet Stefan Skarin, CEO von IAR Systems. »Indem wir unsere 'IAR Embedded Workbench' weiter ausbauen, gehen wir den ersten Schritt unserer Strategie, Neuerungen einzuführen für die Softwareentwicklung Strom sparender Embedded Systeme.«

Die neuen Debug-Funktionen der IAR Embedded Workbench koppeln dazu die Stromaufnahme direkt mit der Applikationssoftware und ermöglichen Entwicklern, den Stromverbrauch zu analysieren und Korrelationen mit der Programmausführung zu erkennen. Damit verringert sich auch der Aufwand bei der Suche nach Leistungsverlusten.

Zurzeit befindet sich die Technologie noch im Prototypenstadium und nutzt ein Evaluations-Board zur Strommessung. Der ermittelte Wert erhält einen Zeitstempel und wird an den Debugger weitergeleitet - eine verfälschende Unterbrechung des Embedded Systems ist somit nicht notwendig. Um eine breitere Hardware-Basis zu unterstützen, plant IAR mit »J-Link Ultra« eine JTAG/SWD-Debug-Probe zeitnah mit der Workbench-Beta im zweiten Quartal zu veröffentlichen. Der offizielle Release der neuen Workbench ist dann für das dritte oder vierte Quartal 2010 angestrebt.

»Wir wollen das Low-Power-Debugging revolutionieren, und ich gehe davon aus, dass die meisten unserer Kunden von der neuen Technik und deren Funktionen profitieren werden«, resümiert Skarin. Allerdings hat IAR nicht alleine den Bedarf an »Debugg-Tools« für den Stromverbrauch erkannt - diverse Unternehmen, wie Hitex mit seiner »PowerScale«, wollen den Entwicklern Werkzeuge zur Verbrauchsoptimierung zur Verfügung stellen. Dabei zeigt sich aber, dass für ein sparsames Embedded System die Hard- und Software-Entwickler noch enger miteinander zusammenarbeiten müssen - die nächste Herausforderung für Spezifizierung-, Design- und Management-Tools zeichnet sich damit ab.