Type-6-Modul COM Express mit Kaby Lake

Data Moduls neues COM-Express-Type-6-Modul „eDM-COMB-KL6“.
Data Moduls neues COM-Express-Type-6-Modul „eDM-COMB-KL6“.

Data Modul baut das Angebot an COM-Express-Produkten im High-End-Bereich weiter aus und setzt alle neuen Intel-Prozessoren (der IOTG-Roadmap folgend) auf COM Express um. Diese Module können dann auf Baseboards sofort in Serie eingesetzt werden oder auch für kundenspezifische SBCs Verwendung finden.

Mit der neuen Kaby-Lake-Plattform bietet Data Modul nun direkt nach Skylake ein weiteres Modul als Building Block an: Das COM-Express-Basic-Type-6-Modul „eDM-COMB-KL6“ mit Intels Core-i3/i5/i7- und -Xeon-E3-Prozessoren der siebten Generation (Codename Kaby Lake) für den High-Performance-Bereich. Dabei gehören zum Standard-Funktionsumfang der einheitliche, von Data Modul eigenentwickelte Embedded Board Controller „DMEC“ (Data Modul Embedded Controller) mit zahlreichen Funktionen wie IO-MUX  für die Schnittstellen, Window Watchdog, UART, GPIO, RTM (Running Time Meter), Board-Information, I²C-Bus, SPI und PWM. Auch Sonderfunktionen, wie ein CAN-Controller lassen sich ohne zusätzliche Hardwarekosten integrieren. Dafür stehen EAPI-Treiber für Windows und Linux für das komplette Portfolio und alle künftigen Erweiterungen zur Verfügung.

Das eDM-COMB-KL6 ist geeignet für industrielle Produkte mit hohen Performance-Anforderungen und gleichzeitig beschränkter Leistungsaufnahme. Es ist dafür mit den neuesten Intel-14-nm-Quad-Core-Prozessoren Core i7 bzw. Xeon bestückt und verfügt über 8 MByte L2-Cache bei einer TDP von 25 bis 45 W. Für den mittleren Level ist es mit Quad-Core-Core- i5 oder Dual-Core- i3 bestückt, die 6 MByte bzw. 3 MByte L2-Cache bei einer TDP von 25 bis 45 W haben.

Die integrierte Grafik bietet Intels Gen-9-HD-Graphics (Generation GT2). Für die flüssige Wiedergabe von HD-Videomaterial werden DirectX 12, OpenGL 4.3, OpenCL 2.0 sowie Hardware MPEG-2-Decoding, WMV9 (VC-1), H.264 (AVC) und Ultra-HD-Blu-ray unterstützt. Der neue HDCP-2.2-Support mit HDMI 1.4 ermöglicht jetzt auch die Verarbeitung von 4K-Inhalten (UHD). Bis zu drei unabhängige Displays mit einer 4k@60Hz-Auflösung sind gleichzeitig mit unterschiedlichen Inhalten ansteuerbar. Als Displayschnittstellen stehen neben 3 x DP++/HDMI 1.4/DVI auch 1 x VGA (optional) und 1 x Dual-Channel-24-Bit-LVDS zur Verfügung. Durch eine Bestückungsoption kann auch eDP (Embedded DisplayPort) anstatt LVDS herausgeführt werden. Dadurch kommen auch die neuen, hochauflösenden 4K-TFTs mit eDP-Eingang ohne Redesign des Kunden-Baseboards „Plug&Play“ zum Einsatz.

Auch bei den anderen Schnittstellen gibt es reichlich Auswahl: 4 x USB 3.0 (XHCI), 8 x USB 2.0 (EHCI), 2 x UART (COM1/2), 8 x PCIe-Gen-3.0-Lanes (die als x1/x2/x4 konfigurierbar sind), 1 x PEG-x16-Gen-3.0, LPC-Bus, GPIOs, SMB 2.0, I²C-Bus und SPI-Bus für onboard bzw. externe Flash-Bausteine. Für die Netzwerk-Einbindung ist das Modul mit dem Intel-I219-LM-GbE-LAN-Controller mit AMT-11-Unterstützung bestückt. Hinzu kommt noch Intels HD-Audio-Controller.

Für die Anbindung an Massenspeicher stehen 4 x SATA und RAID-0/1/5/10-Unterstützung mit Rapid Storage Technology und Smart Response Technology zur Verfügung. »Durch die Unterstützung der neuen revolutionären Intel-Optane-Speicher - basierend auf 3D-XPoint-Technologie - sind kostengünstige SSDs mit sehr hoher Geschwindigkeit und Reaktionsschnelligkeit einsetzbar. Die extrem geringe Latenz ermöglicht den schnellen Zugang zu großen Datensätzen«, ergänzt Markus Mahl, Head of Product Marketing Embedded Solutions von Data Modul.

Bezüglich Sicherheit ist eine optionale Bestückung mit einem TPM-1.2- oder einem TPM-2.0-Chip möglich. Betriebssystem-Support wird für alle gängigen Linux-Distributionen und Microsoft Windows 10 angeboten.