Adlink Technology Auf die Kante setzen

COM-Express-Module zählen zu den vielseitigsten Plattformen für IoT-Geräte.

Embedded-Systeme als Intelligenz an den Rand einer Cloud zu setzen, hat zahlreiche Vorteile. Adlink Technology will diesen Trend mit seiner Produktpalette unterstützen.

Laut Gartner werden bis 2020 rund 20,8 Mrd. vernetzte Geräte im Einsatz sein, davon fast jedes dritte im B2B-Bereich. Die Geräte des Industrial Internet der Dinge (IIoT) - angefangen mit smarten Sensoren über Sicherheitssysteme bis hin zu Verkaufsautomaten sowie ihren lokal installierten Gateways – werden laufend mit anderen Systemen interagieren, kontinuierlich Daten sammeln oder generieren und sie zur Verarbeitung an zentrale Rechenzentren übermitteln. Richtig analysiert, können sie zu Entscheidungsgrundlagen für Unternehmenslenker umgewandelt werden.

Bausteine für IoT-Devices sind beispielsweise Computer-on-Modules (CoMs). Sie sind in der Regel recht kostengünstig, in der Performance bedarfsgerecht skalierbar und insbesondere auch äußerst dicht gepackt, was zu einer hohen Rechenleistung bei einem vergleichsweise kleinen physikalischen Footprint führt. Der effektivste Einsatz erfolgt an den Randbereichen des Netzwerks und reicht in vielen Fällen über die normale Infrastruktur eines Unternehmens hinaus. Die an diesem „Edge“ eingesetzten besonders kleinen Computer verarbeiten eingehende Daten direkt an der Quelle und senden bereinigte Daten als Ergebnis zurück – und das nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb von Rechenzentren. Durch die Dezentralisierung wird die Rechenlast verteilt, und die zentralen Server werden entlastet. Auch die Infrastruktur für die Cloud wird geringer belastet und setzt Ressourcen für andere Projekte und Prozesse frei. Zudem stehen die Daten in Echtzeit auf IIoT-Devices zur Verfügung, da Übertragungsverzögerungen entfallen.

Ein zentral geführtes System kann zwar Daten von einer entfernten Anlage überwachen und verarbeiten, im Falle einer sensorgestützten Datenerfassung ist es jedoch besser, eine dezentrale Sammelstelle für Sensordaten zu haben, die physikalisch vor Ort platziert ist. Solche IIoT-Devices sammeln Daten direkt an der Quelle, verarbeiten sie zu höher aggregierten Informationen und senden sie dann erst „nach Hause“. Zudem ist das Datenvolumen durch die Vorverarbeitung optimiert, was insgesamt zu einer schnelleren Übertragung führt, die zudem auch noch genauere Informationen über die zu überwachenden Objekte oder Umgebungen liefert.

IIoT-Devices sind individualisierbar und lassen sich für spezifische Aufgaben und Rechenoperationen auslegen, die es bisweilen gar nicht für Rechenzentrumsserver gibt. Beispielsweise können sie für Vorgänge wie Clusterung und Lastverteilung außerhalb des Rechenzentrums konfiguriert werden. Applikationen, die schnelle Entwicklungszeiten benötigen, können zudem auch oft schneller auf dezentralen Devices umgesetzt werden.

Dezentrales Verarbeiten führt auch dazu, dass weniger Daten über das Internet übertragen werden. Dadurch bieten solche Applikationen auch weniger Angriffsflächen. Auch lässt sich der verbleibende Datenstrom besser verschlüsseln und dadurch besser schützen. Ist eine IIoT-Applikation zudem besonders angriffsgefährdet, kann man die Dateien auch aufteilen, sodass keine lokale Maschine je über alle relevanten Informationen eines Standorts verfügt.

Selbstverständlich kann die Bereitstellung von IoT-Geräten in einer Unternehmensumgebung eine große Herausforderung sein. Dabei gilt es, folgende Punkte zu meistern:

• Komplexe Konfigurationen – ein Unternehmen kann sich zu viel vornehmen und sich dabei verzetteln, besonders wenn es nicht darauf vorbereitet ist, eine Vielzahl neuer IIoT-Devices zu verwalten. Eine gut durchdachte Verwaltung erfordert eine präzise Planung, einen hohen Grad der Automatisierung und ein stets gut überwachtes Environment. Ein „aus der Hüfte“ geschossener Bereitstellungsprozess kann hingehen enorm viel Entwicklungszeit und Ressourcen verbrauchen.