Neuer EMS-Standort in Taicang Zollner weiht neues Werk in China ein

Ganz nach traditioneller chinesischer Manier hat Europas größter EMS Zollner Elektronik sein neues Werk in Taicang feierlich eingeweiht und zugleich die zehnjährige Präsenz in China gefeiert. Am neuen Standort investierte Zollner bisher ca. 10,5 Mio. Euro.

Aus den ursprünglich zwei Werken in Taicang, einer Stadt rund 48 Kilometer nordwestlich von Shanghai, wurde ein neues großes Werk im Stadtzentrum von Taicang. Die Produktionsfläche ist von 3.300 auf 8.500 Quadratmeter gewachsen.

Ausgerichtet ist das Werk auf die Baugruppenfertigung und die elektromechanische Montage. Ferner verfügt es über Analysetechnik und ein Umweltlabor. 300 Mitarbeiter arbeiten für Zollner in China, sieben von ihnen kommen aus Deutschland, alle anderen aus China. »Wir sind da, wo unsere Kunden sind. Darum sind wir auch hierher nach Asien gekommen, denn das war der Wunsch unserer Kunden«, sagt Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Zollner. So können in China nun sämtliche Branchen bedient werden, die auch in Deutschland bedient werden. Mittlerweile produziert die Zollner Elektronik AG in Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Alles begann vor 10 Jahren

Im Jahr 2000 machte sich Manfred Zollner auf die Suche nach einer Produktionsstätte im Raum Shanghai. Als 2005 mit der Produktion in Taicang begonnen wurde, kam lediglich das Führungsteam aus Deutschland. Alle Mitarbeiter wurden aus der Jiangsu-Provinz eingestellt. Zur Einarbeitung und Schulung waren die chinesischen Mitarbeiter in Zandt und den deutschen Zweigwerken. »Wir hatten Glück, denn wir haben engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiter gefunden«, sagte Manfred Zollner. »Sie absolvierten ihr Studium in Deutschland und haben dort auch die deutsche Sprache erlernt.« Auch auf die kulturellen Unterschiede mussten sich beide Seiten erst einstellen. Während bei Mittelständlern in Deutschland Firmentreue immer noch als hohe Tugend gilt, ist es in China üblich, den Arbeitgeber häufig zu wechseln. Zollner wies darauf hin, wie wichtig es war, die Kultur des Unternehmensstandortes kennenzulernen und persönlich zu erleben. »Dadurch steigern wir den gegenseitigen Respekt und das Ansehen.« Von großer Bedeutung sei ebenso eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden, Banken und der Stadtverwaltung vor Ort.

Der Umzug sei eine logistische Meisterleistung gewesen und bereits nach einer Woche konnte die Arbeit im neuen Werk wiederaufgenommen werden.
Eine besondere Freude war es für Manfred Zollner und Geschäftsführer Erik Breslein, einen »Mann der ersten Stunde« zu ehren: Der Produktionsleiter Qian Yun ist bereits seit 10 Jahren bei Zollner in China beschäftigt.