E-Mobility Partnerschaft mit Brusa Elektronik Zollner ist Mechatronik-Dienstleister für neuartiges Induktiv-Ladesystem

Die beiden Gehäuse der Primär- und Sekundärspule beinhalten bereits sämtliche AC/DC-Wandler sowie Kommunikations- und Sicherheitseinrichtungen zur Fahrzeugpositionierung sowie Lebewesen- und Fremdobjekterkennung. Dadurch wird auch die Installation der Bodenplatte beim Endkunden in der Garage zum Kinderspiel.

Zusammen arbeiten die Schweizer Brusa Elektronik und Zollner schon seit längerem. Nun haben die Unternehmen ihre Kooperation intensiviert. So unterstützt Zollner als Mechatronik-Dienstleister von der Industrialisierung bis zur Serienfertigung das aktuelle Projekt von Brusa: ein neuartiges Induktiv-Ladesystem für Elektro- und Hybridfahrzeuge.

Eine Win-Win-Situation ist das für beide Unternehmen: »Wir können uns als großer, leistungsfähiger und internationaler Partner einbringen. So ergänzen sich beide Seiten optimal«, erklärt Ludwig Zollner, Mitglied des Vorstandes von Zollner Elektronik.

Die Brusa  Elektronik AG ist eine Schweizer Entwicklungsfirma für hocheffiziente Leistungselektronik für elektrisch getriebene Fahrzeuge. Schon seit der Gründung 1985 konzentriert sich das Unternehmen auf die elektrische Mobilität und hat weltweit führende Produkte und Technologien entwickelt.

Das gegenseitige Vertrauen, so erklären die Partner, sei bereits in mehreren gemeinsamen Projekten gewachsen.  

Kontaktloses Ladesystem aus zwei Elementen

Die Experten sind sich darin einig, dass Elektroautos in der Zukunft kabellos geladen werden und dass durch diese Komfortsteigerung dazu beiträgt, Hemmschwellen der Elektromobilität abzubauen. Brusa hat nun ein Induktiv-Ladesystem entwickelt, das sich von bekannten Systemen besonders durch seine kompakte Bauart unterscheidet und den neuen Maßstab auf dem Gebiet des Induktionsladens setzt. »Zollner kann hier sein ganzes Spektrum der Leistungsfähigkeit einbringen. So unterstützen wir bei der Entwicklung, bringen das Know-how aus dem Bereich induktive Bauelemente, Kunststofftechnik für die Gehäuse, Maschinenbau für die Anlage zur Serienfertigung und den kompletten Lebenszyklus von komplexen Automotive-Produkten vom ersten Muster bis zum Ersatzteilkonzept mit direkter Belieferung der Automobilhersteller in den weltweiten Märkten ein«, so Ludwig Zollner.

Das neue System besteht lediglich aus Boden- und Fahrzeugplatte – die benötigte Leistungselektronik ist bereits integriert. Weder externe Wallbox noch Hochfrequenzkabel sind notwendig – ein absolutes Novum auf dem Gebiet der Induktivladesysteme, das Bauraum- und Kosten spart. Die beiden Gehäuse der Primär- und Sekundärspule beinhalten bereits sämtliche AC/DC-Wandler sowie Kommunikations- und Sicherheitseinrichtungen zur Fahrzeugpositionierung sowie Lebewesen- und Fremdobjekterkennung. Dadurch wird auch die Installation der Bodenplatte beim Endkunden in der Garage zum Kinderspiel, weil diese einfach an einer entsprechend abgesicherten Hausstromversorgung angeschlossen werden kann. Auf der anderen Seite hilft die  Automobilhersteller die Fertigungs- bzw. Fahrzeugintegrationszeit wesentlich verkürzt, da nur eine Fahrzeugkomponente ins Fahrzeug eingebaut werden muss. Honoriert wurde die innovative Entwicklung bereits mit dem Bayerischen Staatspreis für Elektromobilität.  

Effizienz von über 90 Prozent

Bei dem Prinzip der induktiven Energieübertragung wird mithilfe der Primärspule, die sich in diesem Fall in der Bodenplatte befindet, ein magnetisches Wechselfeld erzeugt. Die Sekundärspule – angebracht am Fahrzeugunterboden – wird von diesem Wechselfeld durchdrungen, wodurch eine Spannung induziert wird, die dafür sorgt, dass an der angeschlossenen Fahrzeugbatterie ein Ladestrom generiert wird. Brusa ist es gelungen, dass die Energie beim induktiven Ladesystem mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent und somit annähernd verlustfrei übertragen wird.
Das neue Ladesystem von Brusa ist für den Alltagseinsatz entwickelt worden und verfügt über diverse Sicherheitseinrichtungen, wie zum Beispiel die Fremdkörpererkennung. Das Ladesystem nimmt seinen Betrieb automatisch auf, sobald das Fahrzeug korrekt positioniert ist. Fahrzeug und Bodenplatte kommunizieren über Standard-W-LAN.