Technikkonzern fördert Kultur Würth gründet Profi-Orchester

Würth kann nicht nur Technik: Anlässlich der Einweihung des neuen Carmen Würth Forums und verschiedenen Veranstaltungsstätten rund um das Unternehmen, hat Würth ein eigenes Symphonieorchester gegründet: die Würth Philharmoniker.

Die Initiative für dieses neue Orchester geht direkt zurück auf Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth, der Kunst und Kultur als Träger einer Firmenkultur und Bereicherung für die Mitarbeiter, seit Jahrzehnten fördert und vorantreibt. Während diese Förderung bisher schon einen großen Schwerpunkt in der Kunst fand, aber auch bei der Literatur und in der Unterstützung von klassischer Musik, wird nun auch dieser Bereich der schönen Künste zu einem festen Bestandteil im Kulturprogramm des Unternehmens.

Mit einem großen Festakt ist am 18. Juli die Kongress- und Kulturhalle Carmen Würth Forum in Künzelsau-Gaisbach eröffnet worden. An diesem Tag feierte Namensgeberin Carmen Würth ihren 80. Geburtstag. Entworfen hat das Gebäude der britische Architekt David Chipperfield. Die Bauzeit erstreckte sich über 18 Monate. Auf einer Fläche von 170.000 Quadratmetern sind eine Veranstaltungshalle, der sogenannte Große Saal, und ein Kammermusiksaal, der Reinhold Würth Saal entstanden. Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Stiftungsaufsichtsratsvorsitzender der Würth-Gruppe: „Meiner liebe Frau Carmen, mit der ich nunmehr im 61. Jahr verheiratet bin, möchte ich voller Dankbarkeit ein Denkmal setzen. Es wird weit über unsere Zeit hinaus die Erinnerung an sie in schönster Form lebendig halten.“

Mit dem Reinhold Würth Saal im Carmen Würth Forum wurde darüber hinaus ein Konzertsaal geschaffen, der beste akustische Voraussetzungen für einzigartige Konzertabende bietet und ab sofort dem noch jungen Klangkörper eine Heimat gibt. Das Ziel dieses ambitionierten Projektes ist es, sich einen Platz in der hervorragenden Orchesterlandschaft in Baden-Württemberg und darüber hinaus zu erarbeiten und gleichzeitig die Region Hohenlohe mit hochkarätiger, klassischer Musik zu bereichern. Hierbei wird das Projekt von Intendant Mihai Constantinescu, der außerdem als Executive Director des George Enescu Festival in Bukarest tätig ist, sowie von Catalin Desaga als Konzertmeister geprägt und begleitet. Catalin Desaga war bereits als Solist und Konzertmeister mit bedeutenden Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Bukarest, der Philharmonie der Nationen oder den Hamburger Symphonikern zu hören. Ganz dem hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens folgend, werden Gastauftritte international renommierter Dirigenten und herausragender Solisten wie Gautier Capuçon, Maxim Vengerov, Olga Peretyatko oder Kent Nagano keine Seltenheit bleiben.

Neben den Konzerten im Carmen Würth Forum stehen bereits ab August 2017 auch Gastspiele in führenden Konzerthäusern, wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Cadogan Hall, oder beim George Enescu Festival in Bukarest, einem der größten Musikfestivals in Osteuropa auf dem Programm. Das Repertoire reicht dabei von Klassik bis Moderne, von eigens beauftragten Neukompositionen bis hin zu ausgewählter Kammermusik.

Die Würth Philharmoniker präsentieren sich zum ersten Mal im Rahmen der Eröffnungswoche des Carmen Würth Forums der Öffentlichkeit und sind am 21. Juli um 20:30 Uhr beim Würth Klassik Open Air zu hören.

Als Gastdirigent konnte für diesen Abend Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper Kent Nagano verpflichtet werden. Kent Nagano, der seit 2015 auch Generaldirektor des Philharmonischen Orchesters Hamburg ist, war musikalischer Leiter der Opéra National de Lyon, leitete das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und war Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Gastdirigate führten Kent Nagano nach Wien, Berlin, New York, Chicago, Dresden, Leipzig oder Göteborg. Auf dem Programm steht das Werk „Harmonielehre“ von John Adams, sowie das 5. Klavierkonzert von Beethoven mit dem renommierten Solisten Lars Vogt. Das Konzert ist bereits ausverkauft.