centrotherm weiter auf Erfolgskurs »Wir forschen und entwickeln mit aller Kraft weiter«

Torsten Knödler, centrotherm: »Außerdem haben wir mit einem Großauftrag für eine Siliziumfabrik in Katar erste Schritte in den arabischen Raum getan. Zum Halbjahr konnten wir unsere Umsatzprognose daher um einen zweistelligen Millionenbetrag auf 580 bis 600 Mio. Euro für 2010 anheben.«

Auch wenn die Halbjahreszahlen von centrotherm Anlass zur Freude geben - auf den Lorbeeren ausruhen will sich der PV-Fertigungsausrüster nicht, stellt Dr. Torsten Knödler, Pressesprecher, centrotherm photovoltaics klar. Vielmehr wolle man mit aller Kraft weiter forschen und entwickeln.

Für centrotherm photovoltaics entwickelt sich das Jahr 2010 bisher sehr viel versprechend. Der PV-Fertigungsausrüster konnte an die positive Entwicklung 2009 anknüpfen und ist im ersten Halbjahr weiter kräftig gewachsen: Der Halbjahresumsatz stieg im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent auf 278,3 Mio. Euro. Verantwortlich dafür ist laut Knödler nicht zuletzt die Nachfrage aus Asien, die ungebrochen hoch ist. Ein Großteil der Investitionen werde in China getätigt, aber auch Taiwan setze weiter stark auf Photovoltaik. »Außerdem haben wir mit einem Großauftrag für eine Siliziumfabrik in Katar erste Schritte in den arabischen Raum getan. Zum Halbjahr konnten wir unsere Umsatzprognose daher um einen zweistelligen Millionenbetrag auf 580 bis 600 Mio. Euro für 2010 anheben«, so der Unternehmenssprecher.

Insbesondere die Premium-Anbieter von Solarzellen und -modulen erweitern laut Knödler derzeit ihre Kapazitäten und setzen verstärkt auf die Technologien und Anlagen von centrotherm. Centrotherm verbuchte bereits im Vorjahr entgegen dem Trend in der PV-Fertigung einen deutlichen Wachstumsschub und katapultierte sich von Platz 5 im Jahr 2008 im weltweiten Ranking der PV-Fertigungsausrüster laut VLSI Research hinter Applied Materials auf Platz 2. Im Gegensatz zu Applied setzt centrotherm bei Dünnschicht nicht auf amorphes Silizium, sondern auf die CIGS-Dünnschichttechnik.

Ausruhen dürfe man sich allerdings auf diesem Wachstum nicht, gibt Knödler zu bedenken. »Deshalb forschen und entwickeln wir mit aller Kraft weiter. Unser Ziel dabei: Die Lichtausbeute und damit die Effizienz der Solarzellen permanent zu verbessern und die Produktionskosten zu senken. Ein Prozentpunkt mehr Wirkungsgrad reduziert die Herstellkosten um sechs Prozent.« Die Modulproduzenten stehen nicht zuletzt durch die erfolgten Förderungskürzungen unter enormem Kostendruck. Nur eine weiter steigende Zell- und Moduleffizienz und gleichzeitig sinkende Produktionskosten könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Branche erhalten. »Wir registrieren großes Interesse an Technologien, die das unterstützen. Dazu zählt zum Beispiel unsere selektive Emitter-Technologie, mit der die Zelleffizienz bei bestehenden Linien um bis zu 0,5 Prozentpunkte gesteigert werden kann«, so Knödler.

Obwohl der Name centrotherm eng mit der  »Turnkey-Philosophie« verbunden ist, will sich centrotherm nicht alleine als Komplettanbieter verstanden wissen, denn Turnkey-Anlagen und Einzelequipment haben nach Ansicht von Knödler auch künftig gleichermaßen ihre Berechtigung. »Wir nutzen unsere Expertise im Equipment-Bereich, um unseren Bestandskunden mit Upgrade-Paketen den Zugang zu neuester Technologie zu ermöglichen.« Schlüsselfertige Systeme werden abenr nach wie vor stark nachgefragt, weil nur bei optimal aufeinander abgestimmten Bauelementen und der dazugehörigen Prozesstechnologie schnell und zuverlässig eine Produktion aufgebaut werden kann.