embedded projects WaWision – das ERP-System, das mitwächst

Einfach im Handling und flexibel erweiterbar (Bild: embedded projects)

embedded projects wurde 2008 von Benedikt und Claudia Sauter in Augsburg gegründet. Ursprünglich als Hardware-Produzent gestartet, hat embedded projects 2013 ein flexibles ERP-System entwickelt. Entstanden aus den eigenen Anforderungen eines Start-ups, wächst WaWision einfach mit.

Als die Gründer von embedded projects 2008 mit ihrem Hardware-Unternehmen an den Start gingen, musste ein ERP-System her, das die aufwändige Warenwirtschaft überblickt und an die Verwaltungsprozesse angebunden werden kann. Das Problem: Es gab keins. »Wir haben lange gesucht, aber es war kein System geeignet oder schlichtweg zu teuer für ein Start-up wie uns. Darum haben wir selber ein Tool programmiert«, erinnert sich Geschäftsführer Benedikt Sauter. Gesagt, getan. Nach und nach fielen weitere Prozesse an, die mit dem System verbunden werden sollten. Nach insgesamt fünf Jahren Entwicklungs- und Optimierungsarbeit ist eine einfache Warenwirtschaftssoftware zu einem leistungsfähigen und flexiblen ERP-System herangewachsen.

»Wir wurden öfter auf unser System angesprochen und gefragt, ob wir auch Software verkaufen. Das war so nicht geplant«, so Benedikt Sauter. Doch WaWision verkauft sich sehr erfolgreich, so dass das Team um weitere Programmierer wächst, die die Funktionen erweitern und Anbindungen an diverse Schnittstellen wie Onlineshop-Systeme, Zahlunganbieter und Versanddienstleister möglich machen. »Nach drei Jahren haben wir die Software besser verkauft als unsere Hardware. Das war dann der Moment, als wir unser Geschäftsmodell komplett umgestellt haben und uns seitdem ganz auf WaWision konzentrieren«, erzählt Sauter. Mittlerweile gibt es WaWision in vier Versionen: Open-Source, Professional, Enterprise und Premium. Die Versionen unterscheiden sich hauptsächlich durch die enthaltenen Module. Die Professional-Variante kostet ab 595 Euro, die Enterprise-Lösung ab 2950 Euro pro Jahr. Braucht ein Unternehmen ein maßgeschneidertes System, werden die Module für das Premium-Paket von WaWision individuell entwickelt.

Kostenlose Open-Source-Version für Start-ups
 
Wann braucht man ein ERP-System? – eine Frage, vor der viele Start-ups stehen. Wichtige Daten gibt es schon ab dem ersten Tag, zum Beispiel bei der Verwaltung der E-Mail-Accounts, bei der Warenwirtschaftsplanung für den ersten Prototyp oder bei der Erstellung von Angeboten. Je früher Gründer ein ERP-System einführen, desto transparenter ist die Kosten- und Ressourcen-Übersicht. Da Start-ups in der Anfangsphase sehr kosteneffizient arbeiten müssen, bietet ihnen WaWision eine kostenlose Open-Source-Version, die über den eigenen AppStore flexibel erweitert werden kann. Pro Jahr launcht WaWision zwei Versionen zum kostenlosen Download – damit ist die Open-Source-Variante immer auf dem neuesten Stand.

ERP-System mit eigenem AppStore
 
Damit jedes Unternehmen genau die Funktionen hat, die es braucht, gibt es den AppStore mit über 50 Schnittstellen und Modulen. »Wer möchte, kann wirklich alle Geschäftsprozesse über WaWision laufen lassen: von der Zeiterfassung über die Ratenzahlungen bis hin zu Ticketsystemen für die E-Mail-Accounts«, erklärt Benedikt Sauter die Anpassungsfähigkeit des Systems. Das Angebot im AppStore wird ständig erweitert. Und wenn jemand doch mal eine Schnittstelle braucht, die es noch nicht zu kaufen gibt? Dann wird sie vom WaWision-Entwicklerteam programmiert. »Wir wollen uns von anderen Systemen abgrenzen, indem wir Geht-nicht-gibt’s-nicht-Lösungen anbieten. Das ist unser Service-Anspruch«, so Sauter. Die Funktionen von WaWision sind so flexibel, dass es sowohl von Online-Shops und produzierenden Firmen als auch von Läden und Dienstleistern eingesetzt wird. WaWision läuft auf Windows, MacOS und Linux-Servern.

Hardware und Zubehör ergänzen WaWision
 
In der Regel lässt sich die Hardware unkompliziert an das Open-Source-System anbinden. Im AppStore gibt es die Möglichkeit, passende Hardware direkt bei WaWision zu kaufen. Das Angebot reicht von Kassen- oder Zeiterfassungssystemen über Barcodescanner bis hin zu One-Time-Password-Sticks.

Nachhaltiger Erfolg
 
Auf Software zu setzen, war für embedded projects ein voller Erfolg: Durch die Änderung des Geschäftsmodells 2015 konnte embedded projects den Umsatz um 30 Prozent auf 600.000 Euro steigern. Für 2017 ist ein Wachstum von weiteren 20 Prozent geplant, für das zwei bis drei neue Mitarbeiter für die Bereiche Entwicklung und Sales eingestellt werden. Außerdem soll das Produkt um weitere Schnittstellen und Workflow-Konfigurationen erweitert werden.