Kompromiss zwischen China und EU VDMA begrüßt Einigung im Solarhandelsstreit

Am vergangenen Wochenende haben die Europäische Union und China ihren Konflikt über Importzölle auf Solarmodule und ihrer Kernkomponenten - Wafer und Solarzellen - beigelegt.

Wäre es zwischen den beiden Konfliktparteien nicht zu einer Einigung gekommen, hätte die Europäische Kommission ab dem 6. August den Strafzoll auf chinesische Photovoltaikhersteller von derzeit knapp 12 Prozent auf im Schnitt 47 Prozent angehoben. Der Kompromiss sieht einen Mindestpreis von 57 €Cent / Wp für chinesische Photovoltaik-Module und eine Importbeschränkung von 7 Gigawatt pro Jahr vor. Für weitere Module gilt dann der erhöhte Zoll von 47,6 Prozent. Die Vereinbarung soll bis Ende 2015 gelten.

Die Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland begrüßen die Einigung im laufenden Verfahren. „Wir befürworten die Beilegung dieses unnötigen Handelskonfliktes. Die einvernehmliche Lösung betrachten wir als positives Signal für unsere Handelsbeziehungen mit China", sagt Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer VDMA. Das Anti-Dumping-Verfahren hatte zu großer Verunsicherung im Markt geführt und damit einen Aufschwung verzögert.„Marktwachstum ist die einzige Kur für die von Überkapazitäten, hartem Wettbewerb und Preisverfall gebeutelte PV-Branche. Schutzzölle hätten eine Marktbelebung und das nötige Maß an Planungssicherheit konterkariert", ergänzt Dr. Florian Wessendorf, Geschäftsführer VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Der VDMA spricht sich grundsätzlich für Freihandel und gegen Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse aus. Bis zuletzt hat sich der VDMA gegen das Verhängen von Anti-Dumping-Maßnahmen und für eine Verhandlungslösung und gegen eine Eskalation engagiert und sieht sich nun durch die jüngste Einigung in seiner Arbeit bestätigt.