Fertigungsausrüster im Aufwind Sommerloch? Weit gefehlt!

Klaus Gross, Fuji Machine: »Wir sind wieder auf dem Niveau von 2008 und werden es bis Anfang 2011 halten können.«

Von einem Sommerloch haben viele Fertigungsausrüster in diesem Jahr nichts mitbekommen. Einige Unternehmen verbuchten sogar rekordverdächtige Umsätze in den traditionellen schwachen Monaten Juli und August.

Von einem Sommerloch haben auch viele Fertigungsausrüster in diesem Jahr nichts mitbekommen.  Einige Unternehmen verbuchten sogar rekordverdächtige Umsätze in den traditionellen schwachen Monaten Juli und August. So hat der Schweizer SMT-Maschinenhersteller Essemtec im August den höchsten Umsatz des Jahrs verbucht. »Es war sogar der zweithöchste Monatsumsatz in der Firmengeschichte«, konkretisiert Florian Schildein, Marketing- und Vertriebsleiter bei Essemtec. Auch für Ersa, Europas größtem Hersteller von Lötmaschinen, fiel der Umsatz im August laut Rainer Kurtz, Geschäftsführer der Ersa, »rekordverdächtig hoch aus.

Auf der Gewinnerseite stehen derzeit ganz offensichtlich Firmen, die auch im Krisenjahr 2009 weiterhin in Forschung und Entwicklung neuer Technologien investiert haben. Dass nach dem Sommer der Katzenjammer einsetzt und Auftragseingänge und Umsätze im vierten Quartal wieder sinken könnten, glauben die befragten Hersteller aus der Fer-tigungsausrüster-Branche nicht. »Unsre Trendanalysen zeigen, dass es sich nicht um ein kurzes Zwischenhoch handelt, sondern um einen recht stabilen Trend«, erklärt Stephanie Pepersack, bei Siemens Electronics Assembly Systems (Siplace) zuständig für Market Intelligence.

Klaus Gross, Senior Sales Manager beim Maschinenhersteller Fuji Machine, ergänzt: »Wir sind derzeit auf dem Niveau von 2008 und werden dieses Niveau auch bis Anfang 2011 halten können.« Allerdings sind mit dieser Entwicklung auch entscheidende Herausforderungen wie lange Lieferzeiten und knappe Ressourcen verbunden, betont der Manager. »Darüber hinaus kann man nicht erwarten, dass auf diesem hohen Niveau noch weitere Steigerungen möglich sind. Das heißt, Fuji wird sich auf diesem Niveau einpendeln und die Infrastruktur entsprechend synchronisieren.«