Partnerschaft mit Materialise Siemens integriert 3D-Druck Software

Die Integration der Materialise-Technologie in die Siemens NX-Software beschleunigt den 3D-Druck von CAD-Modellen um mindestens 30 Prozent.

Das verlautbarte der Siemens-Konzern jüngst in einer Presseerklärung.

Durch die Integration der Additive-Manufacturing-Technologie (AM-Technologie) von Materialise in die NX-Software von Siemens wird der Design-to-Manufacturing-Prozess für die schnell wachsende Zahl an Produkten beschleunigt, die unter Einsatz von AM-Technologie bzw. 3D-Druck hergestellt werden. Durch effiziente Nutzung der bewährten Materialise-Technologie lassen sich mit der Software NX von Siemens für CAD, CAM und CAE die CAD-Modelle für den 3D-Druck, basierend auf Pulverbettschmelzen und Auftragstechnologien, präzise und vollständig vorbereiten.

Dadurch kann die Zeit vom abgeschlossenen Produktdesign zum vollständig 3D-gedruckten Teil um 30 Prozent oder mehr gesenkt werden. Ein Partnerschaftsabkommen zwischen den beiden Unternehmen – von Materialise am 6. Januar 2017 bekanntgegeben – ermöglicht es der Product-Lifecycle-Management-(PLM)-Software-Sparte von Siemens, die integrierte Lösung über seine globalen Vertriebskanäle zu verbreiten.
„Die heutige Ankündigung ist ein riesiger Schritt nach vorne, wenn es darum geht, additive Fertigung für unsere Kunden zu einer gängigen Produktionspraxis werden zu lassen“, so Zvi Feuer, Senior Vice President of Manufacturing Engineering Software bei Siemens PLM Software. „Bisher benötigten Hersteller im Prozess der additiven Fertigung zwei getrennte Systeme – das eine für das Produktdesign und ein weiteres, um dieses Produktdesign für den 3D-Druck vorzubereiten. Die Datenübersetzungsprobleme und der Mangel an Assoziativität zwischen diesen beiden Systemen hatten einen zeitraubenden und fehlerbehafteten Prozess zur Folge. Durch die Beseitigung dieser Probleme helfen wir, die additive Fertigung als ein allgemein anerkanntes Produktionswerkzeug voranzutreiben.“
Als eine der weltweit meistgenutzten digitalen Applikationen zur Produktentwicklung wird NX in verschiedenen Branchen eingesetzt, etwa für die Entwicklung von Automobilen, Flugzeugen und Schiffen bis hin zu Konsumgütern, medizinischen Produkten und Maschinen. Ebenso ermöglicht die Technologie der Materialise Magics 3D Print Suite alle gängigen AM-Prozesse für die Endteileproduktion, inklusive Pulverbettschmelzen und Material-Jetting, die die Entwicklung von AM von einer Prototypen- zu einer Großserien-Produktionstechnik weiter beschleunigt. Die neue Lösung verbindet NX mit den Anwendungen von Materialise zur Erzeugung von Gitter- und Stützstrukturen, für die automatisierte effiziente Anordnung von Bauteilen sowie zur Bauplattform-Vorbereitung und mit der Materialise Build Processor-Technologie für additive Fertigung. Damit werden nach Angaben von Siemens Datenübersetzungen und -konvertierungen eliminiert; und es wird sichergestellt, dass Änderungen an digitalen Konstruktionsmodellen automatisch und assoziativ in den 3D-Druckaufträgen berücksichtigt werden. Das Ergebnis ist eine größere Modellgenauigkeit, höhere Qualität und ein wesentlich schnellerer Design-to-Production-Prozess.

„Additive Fertigung ist heute Realität, sogar in hochregulierten Märkten wie Luft- und Raumfahrt sowie im Gesundheitsbereich“, sagt Johan Pauwels, Executive Vice President bei Materialise. „Durch die Zusammenführung der Lösungen von Siemens und Materialise optimieren und vereinfachen wir den Arbeitsablauf für Entwurf, Konstruktion und Herstellung von Komponenten. Wir freuen uns sehr, mit Siemens zusammenzuarbeiten, das großformatige industrielle Fertigungsumgebungen wirklich versteht und unsere Überzeugung teilt, dass Konstrukteure und Ingenieure bessere Produkte entwickeln können, wenn die additive Fertigung in ihre alltäglichen Geschäftsprozesse eingebettet wird.“

Ein erstes Set an Technologien bietet die aktuelle Version von NX (NX 11.0.1) über neue Module für die additive Fertigung.