Leiterplattenfertigung Saure und alkalische Ätzprozesse mit einer Anlage

G&W Leiterplatten Dresden hat in eine flexible Ätzanlage von Pill investiert. Damit können Standardplatten ab einer Stärke von 50 µm bis hin zu 5 mm in einer Anlage verarbeitet werden. Durch die moderne Steuerung sind bei Produktwechsel keine großen Umstellprozesse mehr nötig.

Vor etwa 16 Jahren hat Pill die Vakuum-Ätztechnologie auf den Markt gebracht, heute ist sie Standard in der Fertigung hochwertiger Leiterplatten. Durch die Vakuum-Technologie lassen sich im Ätzvorgang die Strukturen sehr präzise und fein abbilden. 

Neue flexible Ätzanlage bei G&W In die jüngeren Entwicklungen und in die Anlage in Dresden sind auch Umweltaspekte mit eingeflossen. Die Ätzanlagen aus Auenwald sind geschlossene Systeme. Nichts von den genutzten Chemikalien dringt nach außen. Eine Luftbelastung für die Mitarbeiter in der direkten Umgebung bei funktionierender Absaugung der Anlagen ist kaum messbar. G&W legt auf solche Features großen Wert. Der Leiterplattenhersteller hat sich, neben den gängigen Qualitätszertifikaten wie die ISO 9001, auch nach der DIN EN ISO 14001 zertifizieren lassen.

Ein Zertifikat, das speziell die Aspekte des Umweltmanagements eines Betriebes begutachtet. Kriterien, die für die Produktion in Dresden enorm wichtig sind. "Wir wollen wissen, dass unsere Prozesse in der Fertigung bestmöglich umweltverträglich sind. Und da gehört eben auch dazu, dass der Ätzprozess unseren eigenen Ansprüchen genügt", sagt Grit Weber, Geschäftsführerin der G&W Leiterplatten Dresden.   Saure oder alkalische Ätzprozesse Auch können in der Anlage saure und alkalische Ätzprozesse angewendet werden - die sauren Lösungen für den Photoresist und alkalische Ätzmittel bei der Bearbeitung des Metallresists. Alkalische Materialien sind wesentlich aufwändiger und komplizierter zu bearbeiten. Die neue Technik erlaubt es auch, die Prozesse in der Anlage exakt zu überwachen und zu steuern.

Über ständige Messungen, einer konstanten Überwachung der Sollwerte, lässt sich die richtige Dosierung der Chemie einhalten. Ein optimaler PH-Wert von 8,6 sollte möglichst genau eingehalten werden. Dichtemessungen, die Überwachung des PH-Wertes im Prozess begleiten die Fertigung. Im Bedarfsfall wird korrigiert.  Die neue Ätzanlage arbeitet mit Chemie von McDermid, hat eine moderne Ätzkammer und konnte durch die modulare Bauweise mit einer Eingabestation, dem Ätzmodul, einem Replenisher, einer Kaskadenspüle und einem Trockner exakt an die Bedürfnisse angepasst werden. Nach einer kurzen Testphase läuft die Anlage bereits unter Volllast.