Innovationsallianz Photovoltaik Noch bis zum 30. September Projekte beantragen

Die Ergebnisse der industriegeführten Forschungsprojekte sollen möglichst rasch zu neuen Verfahren und innovativen Produkten mit verbesserten Eigenschaften, zu einer Senkung der Herstellungskosten sowie zu Investitionen am Standort Deutschland führen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), hatten im April die Innovationsallianz Photovoltaik ins Leben gerufen. Damit sind Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Euro für Forschungsprojekte verbunden. Solche Projekte können noch bis zum 30. September angemeldet werden.

Die Fördermaßnahme richtet sich an die gesamte deutsche Photovoltaik- und Ausrüsterindustrie. Im Gegenzug verpflichtet sich die PV-Branche dazu, mindestens 500 Millionen Euro in die Umsetzung der Forschungsergebnisse in Deutschland zu investieren. Projektvorschläge können die Firmen bis zum 30. September eingereicht werden.

Das Ziel der Innovationsallianz Photovoltaik ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Industrie mittel- und langfristig zu sichern und auszubauen. Die Bundesregierung setzt dabei auf eine enge Kooperation von Ausrüstungs- und Systemtechnologieunternehmen mit den Anwendern in der Photovoltaik-Industrie.
 
Die Ergebnisse der industriegeführten Forschungsprojekte sollen möglichst rasch zu neuen Verfahren und innovativen Produkten mit verbesserten Eigenschaften, zu einer Senkung der Herstellungskosten sowie zu Investitionen am Standort Deutschland führen. Konkrete Erwartungen sind, dass durch den Einsatz von Schlüsseltechnologien, wie der Laser-, Plasma-, Beschichtungs- und Handhabungstechnik, sowohl bei den Herstellungskosten als auch beim Wirkungsgrad gegenüber konventionellen Prognosen Verbesserungen um zehn bis 20 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre möglich werden. Ziel ist es, die Herstellungskosten pro Watt-Peak auf Modulebene um mindestens 30 Prozent zu senken. International konnte sich Photovoltaik »made in Germany« bislang gut behaupten. Der deutsche Solar-Maschinenbau hat Marktanteile bis über 50 Prozent. Doch die starke Konkurrenz aus den USA und Asien zieht an. Bei der Solarzellenproduktion ist China Weltmarktführer, und Wettbewerber wie Taiwan und Malaysia, stehen bereits in den Startlöchern.

Nach einer dynamischen Aufbauphase stehen die heimischen Photovoltaik-Unternehmen daher nun vor einem wichtigen Anpassungsprozess. Die starke deutsche Weltmarktposition im Bereich der Solartechnologie lässt sich nur durch verstärkte Investitionen im Forschungs- und lnnovationsbereich und durch eine enge Kooperation von Photovoltaik-Herstellern und Ausrüstern behaupten.