Industrie 4.0 in der Praxis Manz baut die Maschinen für adidas' Speedfactory

Der Maschinenbauer Manz hat mit adidas einen Kooperationsvertrag für die adidas »Speedfactory«-Initiative unterzeichnet. Die Speedfactory soll künftig Sportschuhe in Losgröße 1 fertigen. Manz hat die automatisierte Fertigung dafür entwickelt.

Mittels dieser flexiblen Technologie können künftig Designs kundenangepasster Komponenten von Schuhen, Textilien oder Accessoirs vollautomatisch in Produktionsdaten überführt und produziert werden. Im Rahmen der Kooperation soll die Technologie in so genannten „Speedfactories“ zunächst in Deutschland und den USA und schließlich weltweit eingesetzt werden. In diesen „Speedfactories“ sollen künftig Schuhe lokal in den Absatzmärkten produziert werden.

Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Manz AG, kommentiert: „Unsere Ingenieure in unserer Innovationsschmiede ‚New Business‘ haben mit der Entwicklung dieser Technologie Pionierarbeit geleistet. Der Aufbau einer lokalen Fertigung bei gleichzeitiger Flexibilisierung der Produktion hat für unseren Kunden höchste Priorität. Ich freue mich darauf, dass wir adidas auf diesem Weg begleiten und unterstützen dürfen. Die Automatisierung der Fertigung und die Einbindung des Endkunden in das Design des individuellen Endprodukts ermöglichen unseren Kunden vollkommen neue und innovative Geschäftsmodelle. Die durchgehende Digitalisierung des Prozesses vom Design bis zur Fertigung des Endprodukts ist ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Implementierung von Industrie 4.0 in die Produktionslösungen von Manz. Gleichzeitig stellt die Zusammenarbeit mit adidas für uns den Startschuss im Bereich der additiven Fertigungstechnologien dar. Dieser Zukunftstechnologie kommt im Zuge der zunehmenden Individualisierung der Endprodukte eine immer bedeutendere Rolle zu. Hier sehe ich für unser Unternehmen ein gutes Entwicklungspotenzial.“
 
Die lokale Schuhproduktion in „Speedfactories“ ermöglicht es adidas zukünftig, Schuhe  individuell, ressourcenschonend und wirtschaftlich am Ort des Verbrauchers herzustellen. Eric Liedtke, Markenvorstand der adidas AG, bei der Vertragsunterzeichnung: „Schnelligkeit siegt. Das gilt in jeder Sportart und in unserer Industrie. Deshalb freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit der Manz AG im Rahmen unseres Projekts „Speedfactory“. Sie wird uns helfen, die Produktion unserer Produkte näher an unseren Konsumenten zu bringen.“

Der weltweite Aufbau einer automatisierten Fertigung nach individuellem Kundenwunsch in den regionalen Absatzmärkten soll in mehreren Schritten bis 2020 realisiert werden. Relevante Effekte auf die Umsatz- und Ertragslage der Manz AG wird die Zusammenarbeit ab dem kommenden Geschäftsjahr entfalten – mit zunehmender Tendenz entsprechend des Projektverlaufs. Gleichzeitig treibt Manz durch die Kooperation die Diversifizierung des eigenen Geschäftsmodells in Kunden, Branchen und Regionen weiter voran – ein wichtiger Schritt, um die Unabhängigkeit des unternehmerischen Gesamterfolgs von der Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche und Zielbranchen zu steigern.