Halbjahresbilanz LPKF meldet Umsatzrückgang und Rekordauftragslage

Nach sechs Monaten legt der Spezialmaschinenbauer LPKF Rekordzahlen im Auftragseingang und Auftragsbestand vor. Umsatz und Ergebnis liegen dagegen weiterhin deutlich unter den Vorjahreswerten.

 Der Umsatz im ersten Halbjahr betrug 45,6 Mio. EUR und lag damit 35 % unter dem überdurchschnittlich starken Vorjahreswert (69,9 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 1,6 Mio. EUR ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 15,0 Mio. EUR. Die EBIT-Marge erreichte 3,5 %.

Der Auftragseingang dagegen ist im zweiten Quartal weiter gestiegen und erreicht nach sechs Monaten 79,7 Mio. EUR. Das entspricht einer Steigerung von 41 % gegenüber dem Vorjahr und einem book-to-bill Ratio von 1,7. Der Vorstand bestätigt vor diesem Hintergrund erneut seine Gesamtjahresprognose für den LPKF-Konzern. Danach erwartet er bei einer stabilen Entwicklung der Weltkonjunktur einen Umsatz von 132 - 140 Mio. EUR für 2014. Die EBIT-Marge sollte 2014 zwischen 15 und 17 % liegen.
„Anders als im Vorjahr haben wir 2014 wesentliche Aufträge, die wir zur Erreichung unserer Ziele brauchen, erst im Laufe des ersten Halbjahres bekommen. Dadurch wird es natürlich deutlich anspruchsvoller, die gesteckten Umsatz- und Ergebnisziele bis zum Jahresende zu erreichen, aber mit dem starken Auftragseingang sollte dies möglich sein“, sagt Dr. Ingo Bretthauer, CEO der LPKF AG.

Der Auftragsbestand im gesamten Konzern stieg in den ersten sechs Monaten um knapp 150 % und erreichte mit 51,8 Mio. EUR einen Rekordwert. Im ersten Halbjahr lief vor allem das Geschäft mit Systemen zur Laser-Direktstrukturierung (LDS) und mit Systemen zur Strukturierung von Solarzellen besonders gut.
Nach der für LPKF erfolgreichen Klage gegen den Smartphone-Hersteller Motorola wegen Verletzung des LDS-Patents fühlt LPKF sich im Kampf um sein geistiges Eigentum bestätigt und erwartet mittelfristig positive Auswirkungen auf das Geschäft mit LDS-Systemen.
Für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 rechnet der Vorstand in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 10 % pro Jahr und einer EBIT-Marge zwischen 15 und 17 %.