Droht jetzt doch das Aus? Loewe Investoren treten vom Kauf zurück

Loewe steht nun doch am Rande des Ruins: Die Investorengruppe Sepmeier, Kalmund und Gesmar-Larsen ist vom kürzlich geschlossenen Kaufvertrag zurückgetreten. Der Investorenprozess für den TV-Hersteller muss jetzt von Neuem beginnen.

Loewe will dem Rücktritt widersprechen und die Erwerber zum Closing auffordern, weil nach Auffassung von Loewe die Rücktritte ohne jeglichen Rechtsgrund erfolgten. Loewe prüft die Einleitung von gerichtlichen Schritten.

Der Loewe Vorstand hat dennoch unmittelbar darauf Verhandlungen mit einem weiteren Investor aufgenommen, um alle Optionen nutzen zu können. Dieser Investor war wäh-rend des vergangenen Investorenprozesses zunächst nicht zum Zuge gekommen, hatte aber ein Angebot vorgelegt, das Loewe eine gute Perspektive geboten hatte. Da nun bereits ein ausverhandelter Kaufvertrag vorliegt, ist eine schnelle Einigung möglich.
„Wenn wir jetzt schnell zu einem Abschluss kommen, kann es noch gelingen, die Zukunft von Loewe zu sichern“, unterstreicht Loewe Finanz- und Restrukturierungsvor-stand Rolf Rickmeyer. Rickmeyer bittet um Verständnis dafür, dass der Loewe Vorstand aufgrund dieser Situation keine weiteren Erklärungen abgeben möchte, damit man sich voll auf den Abschluss der Verhandlungen konzentrieren kann.

Der Premium-Hersteller Loewe war im Zuge der Billipreisgpolitik asiatischer TV-Hersteller wie Samsung in Bedrängnis geraten und musste im vergangen Jahr Insolvenz anmelden. Ursprünglich wollte Loewe seine Fabrik in Kronach durch Fertigungsdienstleistungen auslasten, was aber auf die Schnelle nicht in dem Umfang gelungen ist, um das Unternehmen aus den roten Zahlen zu führen.