Asys Kräftiges Wachstum im Elektronik- und Solargeschäft

Asys-Geschäftsführer Werner Kreibl: »Wenn wir die Umsatzverteilung betrachten, entfallen für das Jahr 2010 nahezu 80 Prozent auf unser Solargeschäft, aber auch der Elektronik-Bereich entwickelt sich sehr gut.
Asys-Geschäftsführer Werner Kreibl: »Wenn wir die Umsatzverteilung betrachten, entfallen für das Jahr 2010 nahezu 80 Prozent auf unser Solargeschäft, aber auch der Elektronik-Bereich entwickelt sich sehr gut.

Der Spagat zwischen dem Elektronik- und dem Solargeschäft gelingt Asys außerordentlich gut. Das Vorkrisenniveau von 2008 hat Asys bereits im letzten Jahr deutlich übertroffen. 2011 rechnet Asys-Geschäftsführer Werner Kreibl sogar mit einem Plus im dreistelligen Prozentbereich.

Markt&Technik: Bereits 2010 haben Sie das Vorkrisenniveau von 2008 um etwa 50 Prozent übertroffen, ein Ergebnis, wovon manch anderer Fertigungsausrüster nur träumen kann. Was sind die Gründe für dieses doch sehr signifikante Wachstum?

Werner Kreibl: Nun - dafür gibt es mehrere Gründe: Wir haben 2009 gegen den Trend weiter Mitarbeiter eingestellt, das kommt uns jetzt in der Hochphase zugute. Außerdem haben wir 2009 damit begonnen, den Vertrieb umzustrukturieren: Wir hatten nach der Übernahme von Ekra quasi zwei Vertriebsabteilungen nebeneinander. Das führte dazu, dass wir für einige Kunden zwei Vertriebsansprechpartner hatten. Inzwischen haben wir den Vertrieb weitgehend zusammengeführt und sind so natürlich deutlich effizienter. Außerhalb Europas in unseren Tochtergesellschaft in Asien haben wir von Anfang an mit einem gemeinsamen Vertrieb begonnen, und das hat sich gut bewährt.      

Wie verteilt sich das Wachstum auf die Bereich Elektronik und Solar?

Wenn wir die Umsatzverteilung betrachten, entfallen für das Jahr 2010 nahezu 80 Prozent auf unser Solargeschäft, aber auch der Elektronik-Bereich entwickelt sich sehr gut. Auf die Regionen bezogen, generieren wir einen Großteil unser Umsätze im Solarbereich in Asien, aber insgesamt gesehen ist auch Europa wieder sehr stark. Auch die US-amerikanischen Firmen investieren wieder. Allerdings werden teilweise Solar-Linien, die in den USA projektiert werden, in Asien aufgebaut. Ähnliches gilt im Elektronikbereich: Hier fertigen viele amerikanische Firmen in Mexiko.

Welche Produkte sind besonders nachgefragt?

»High Runner« unter unseren Produkten ist derzeit im Elektronikbereich die Lasermarkierer-Serie Insignum. Im Solarbereich ist es die Ultraline, eine Produktionslinie zur Metallisierung von Solarzellen. Die Auftragslage ist insgesamt also sehr gut, alle Ampeln stehen auf Grün. Besser könnten wir es uns derzeit nicht wünschen. Einziger Wermutstropfen ist die Verfügbarkeit für Mechanik und Elektronikteile und damit einhergehend längere Lieferzeiten bei der Beschaffung der Teile.

Eine Folge des Japan-Bebens?

Nein, an Japan liegt das nicht. Es geht in unserem Fall um Produkte, die quasi hier vor der Haustüre gefertigt werden. Viele Hersteller haben ihre Kapazitäten während der Wirtschaftskrise so weit heruntergefahren, dass sie jetzt mit der Produktion nicht mehr nachkommen. Wir gehen aber davon aus, dass das nur ein vorübergehender Engpass ist.