Neuer Messeschwerpunkt Kollege Roboter erstmals auf der productronica

Bereits heute wird in vielen Unternehmen und Branchen automatisiert – nun erobert die Robotik neue Bereiche der Elektronikfertigung. Die productronica nimmt deshalb in diesem Jahr erstmals das Thema Robotik in das Messeprogramm mit auf.

Roboter werden zunehmend auch in der Elektronikfertigung zum fundamentalen Bestandteil der Produktion. Mit einem eigenen Schwerpunkt will die productronica zur weiteren Entwicklung der Robotik in der Elektronikfertigung beitragen. Mit Epson, Stäubli, IAI, AEB und weiteren Firmen stellen bereits die ersten renommierten Robotik-Hersteller auf der diesjährigen Veranstaltung aus.

Massenproduktion und stetig steigender Wettbewerb führen dazu, dass Unternehmen ihre Produkte schneller, besser und günstiger produzieren müssen, auch in der Elektronikfertigung. Ein klarer Fall für Roboter. Denn diese arbeiten mit höchster Genauigkeit und Präzision und können bei gleichbleibend hoher Qualität eine Vielzahl von Produkten hervorbringen. Speziell flexible Leichtbauroboter sind universell für eine Vielzahl an Tätigkeiten einsetzbar. Dank des enormen Fortschritts in den vergangenen Jahren können sie sogar unter bestimmten Voraussetzungen kollaborierend mit den menschlichen Kollegen arbeiten.

Massenprodukte wie Laptops, Smartphones oder Tablets sind weltweit gefragt wie nie. Um eine so große Anzahl an Produkten zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten und für jedermann zugänglich machen zu können, müssen Unternehmen die Gesamtkosten der Produktion auf ein Minimum reduzieren und ihre Produktionsprozesse effizient gestalten. Deshalb entscheiden sie sich immer öfter dazu, bestimmte Prozesse zu automatisieren und Roboter in den Produktionsprozess zu integrieren, denn Roboter erfüllen Aufgaben präzise und kostengünstig mir hoher Wiederholgenauigkeit. Viele dieser Aufgaben sind zudem manuell nicht durchführbar, so dass bestimmte Produkte ohne Automatisierung gar nicht angeboten werden könnten.


Leichtbauroboter finden Einzug in die Produktionshallen

Neben großen und schwergewichtigen Industrierobotern, die in riesigen Fertigungsstraßen im industriellen Umfeld wie beispielsweise in der Automobilindustrie tätig sind, setzen Unternehmen für kleinere Aufgaben auf flexible Leichtbauroboter. Sie sind so leicht, dass der Roboter problemlos von einem Arbeitsbereich zum anderen transportiert und universell eingesetzt werden kann. Darüber hinaus lassen sich die Roboter dank multifunktionaler Schnittstellen von Mitarbeitern einfach über bedienbare Touchscreens oder Tablets programmieren. Die Roboter sind also unabhängig von Ort und Tätigkeit in unterschiedliche Produktionsprozesse integrierbar. Die Programmierbarkeit wird zunehmend einfacher und erfordert dadurch immer weniger externes Experten-Know-how.

Roboter werden schon heute in Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branchen eingesetzt, wie beispielsweise der Automobil-, Lebensmittel- oder Pharmaindustrie. Durch die Mensch-Roboter-Kollaboration wird ihr Einsatz zudem für kleine und mittelständische Betriebe attraktiv, für die eine vollautomatisierte Fertigung bisher zu kostspielig oder ungeeignet war. Jetzt hält „Kollege Roboter“ auch Einzug in die Elektronikfertigung, wie Stefan Sagert vom VDMA Fachverband Robotik + Automation, erklärt: »Diese Roboter können schnell und einfach in nahezu jede Elektronik- und Technologieproduktion integriert werden und eignen sich hervorragend beispielsweise für die End-Montage. Darüber hinaus gibt es auch für die Montage großer oder nicht standardisierter Bauelemente Potenzial – überall da, wo Bestückmaschinen nicht geeignet und die Arbeit für Menschen zu monoton wäre. Roboter sind hier in der Lage, Teile mit einer hohen Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu montieren.«