ZVEI-Bericht Kein Sommerloch für die deutsche Leiterplattenindustrie

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller wuchs nach Angaben des ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems im Juli – trotz der Urlaubszeit – um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Besonders kleinere und mittlere Unternehmen hatten aber aufgrund einer etwas schwächeren Auftragslage wieder vermehrt wegen Betriebsurlaubs geschlossen – sofern sie es mit ihrer Kundschaft vereinbaren konnten. Es dürften einige Aufträge im Voraus gefertigt und durch die Speditionen zum Termin ausgeliefert worden sein.

Der Auftragseingang im Juli nahm – mit einem Minus von 21,5 Prozent im Vergleich zum Juli des Vorjahres – außergewöhnlich hoch ab. Die wichtigsten Gründe waren atypische Verschiebungen bei einigen Großabnehmern, die durch Modellwechsel begründet waren, und die Bereinigung von Lieferplänen. Allerdings war der Juli 2012 der Monat mit dem höchsten Auftragseingang des ganzen Jahres, so dass die Messlatte recht hoch lag. Mit einem Wert von 0,86 reflektiert das Book-to-Bill Ratio den insgesamt schlechten Bestelleingang.

Die Mitarbeiterzahl nahm im Vergleich zum Vormonat Juni zwar leicht zu, doch ist dies saisonbedingt. In der Urlaubszeit werden von vielen Firmen Aushilfskräfte eingestellt, die spätestens im Laufe des Septembers wieder entlassen werden.

Die graphische Darstellung des Book-to-Bill Ratio wurde erneuert: Neben der monatlichen Book-to-Bill Entwicklung werden jetzt auch prozentuale Veränderungen des Auftragseingangs und des Umsatzes zum Vormonat gezeigt.