SAP und UPS Industrieller 3D-Druck »on Demand«

SAP und UPS wollen ab sofort eine durchgängige Prozesskette für den industriellen 3D-Druck on Demand umsetzen. Dazu sollen Herstellung, Logistik und Supply Chain Management zu einem 3D-Druck-Netzwerk verknüpft werden.

Ziel der Zusammenarbeit ist eine durchgängige Prozesskette – von der Bestellung über die Herstellung bis hin zur Lieferung.  Dazu sollen die SAP-Lösungen für das Supply Chain Management mit UPS-Anwendungen für generative Fertigung und Logistiknetzwerke integriert werden. SAP und UPS wollen so Unternehmen jeder Größe die Möglichkeit geben, mit einem Klick auf das System UPS On-Demand Manufacturing zuzugreifen.

„Technologische Innovationen wie der 3D-Druck revolutionieren die traditionelle Fertigung. Wir werden unsere Vorstellung von der industriellen Logistikkette neu definieren müssen“, sagt Bernd Leukert, Mitglied des Vorstands der SAP SE und verantwortlich für den Bereich Products & Innovation. „Indem wir die On-Demand-Herstellung und das Logistikfachwissen von UPS mit dem Supply Chain Management von SAP kombinieren, ermöglichen wir die direkte digitale Fertigung und ein Netzwerk für die On-Demand-Fertigung, das vom Produktionsbereich bis zur Haustür des Kunden reicht.“

Bei UPS indessen strebe man nach den Worten von  Stan Deans, Leiter des Bereichs Global Distribution & Logistics danach,  die Kunden dabei zu unterstützen, ihre Lagerbestände klein zu halten und kurzfristige Herstellungskosten zu senken. „So können Unternehmer ihre Ideen schneller als je zuvor umsetzen.“
SAP und UPS wollen zudem den Genehmigungsprozesses für Fertigungsteile mithilfe von SAP-Software erleichtern.  Die beiden Unternehmen sind davon überzeugt, dass wesentlich mehr 3D-Druck-Produktionsteile genehmigt und zertifiziert werden können, wenn der Prozess beschleunigt und standardisiert wird. Die Teile können dann über das System UPS On-Demand Manufacturing bestellt werden, das vollständig in die SAP-Lösungen für Beschaffung und Fertigung integriert ist.  

Zudem sollen die Kunden automatisch ermitteln können, ob eine 3D-Druck-Herstellung, im Vergleich zur traditionellen Beschaffung oder Fertigung, finanziell rentabel ist. Dazu stehen zahlreiche Parameter zur Verfügung (z. B. Steuerberechnung, Frachtkosten, Stückliste und vieles mehr). SAP und UPS wollen Entscheidungen in Echtzeit ermöglichen, damit bei jeder Teilebestellung sofort die optimale Lieferkette bestimmt werden kann.  Und schließlich soll eine reibungslose Weiterleitung der Bestellung an UPS sichergestellt sein, wo Produktion und Auslieferung erfolgen.