Anlagen für die Leiterplattenfertigung High-Tech-Equipment made in Europe

Advanced Packaging
Advanced Packaging

Seit 2016 gibt es die AWP Group und bereits zur Jahresmitte hat die Firma ihr Wachstums-Jahresziel für 2017 erreicht. So wurden einige Anlagen in verschiedenen Größen bei renommierten Leiterplattenherstellern und OEMs in Europa und den USA installiert.

Weitere größere amerikanische PCB-Hersteller haben bereits Anlagen in Auftrag gegeben. Zielmärkte von AWP sind die Elektronikindustrie, Luft- und Raumfahrt, Automotive und die Photovoltaik. Gemeinsam bringt es das europäische Management-Team auf bald 100 Jahre Erfahrung in der Industrie. Die Macher der AWP Group sind in der Branche keine Unbekannten: Die Vice Presidents Jochen Zeller, Henk van der Meij und Robert Pacholik sind gemeinsam die Geschäftsführer und Gesellschafter der jungen Firma – und in der Branche für ihr großes Know-how angesehen. Henk van der Meij hat schwerpunktmäßig den Bereich der Automatisierung unter sich, während Jochen Zeller sich hauptsächlich um die horizontalen und vertikalen Nassprozesse kümmert. Der Fokus von Robert Pacholik sind die Kupferrecyclingsysteme.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass hier ein ernstzunehmender Player entstanden ist. Mit seinen umfassenden Erfahrungen steigt das Managementteam der AWP Group in der Leiterplattenfertigung und im Kupferrecycling recht hoch ein. Sie beliefert ihre Kunden mit horizontalen Durchlaufanlagen und moderner Automatisierungstechnik. Das starke Umsatzwachstum, die Rückmeldungen vom Markt und das gefüllte Auftragsbuch sprechen für sich.

Momentan betreibt die AWP Group eine Fertigungsstätte in Boleslawiec und steuert das Unternehmen aus dem sächsischen Löbau. Das Vertriebs- und Servicebüro in Villingen-Schwenningen und im chinesischen Su­zhou sind unter deutscher Leitung und mit dem Werk in Polen werden nun bereits mehr als 42 Mitarbeiter gezählt.

Für den Service haben sich die Verantwortlichen der AWP Group mit in der Branche bekannten Experten zusammengetan. So kann europaweit die Inbetriebnahme, die Installation und den Service der Nassanlagen sichergestellt werden. Und um die gemeinschaftliche Entwicklung, den Service und die Betreuung der Software kümmert sich die ISD Systems GmbH.

Durch diese Group-Partner kann das Unternehmen seinen Kunden auch erweiterte Serviceverträge anbieten und ist so auf den bestmöglichen Stand der Dinge. Das Team in Boleslawiec kann sich mit voller Energie um die Neu- und Weiterentwicklung der Anlagen kümmern. Derzeit werden bereits weitere Mitarbeiter eingelernt und geschult, die das Konzept und die Servicemöglichkeiten weiter ergänzen werden und auch mit vor Ort bei den Kunden sein sollen.

Mit der Firma Sigma hat die AWP Group GmbH einen erfahrenen starken strategischen Partner im Bereich des Kupferrecycling an Bord – ein Bereich, der in Zeiten explodierender Rohstoffpreise immer wichtiger wird. Die Anlage für das Kupferrecycling, die von der AWP Group angeboten wird, kann sich bei größeren Leiterplattenherstellern über die Einsparungen, die mit dieser Anlage erreicht werden, bereits nach 12 bis 14 Monaten amortisieren, teilt AWP mit.

Die Entwicklungsabteilung arbeitet auf Hochtouren: Für diesen Herbst hat AWP pünktlich zur productronica ein Nassanlagenmodul mit einem neuen Puffersystem als Teil der Handlingsanlage mit neuen abriebfreien System ohne Riemen angekündigt. Auch der Geschäftsausbau mit den Partnergesellschaften in der Group wie die mit Sigma-Mecer ist in der strategischen Roadmap fest verankert. Was die Kunden als großen Vorteil bei der Zusammenarbeit mit dem neuen Unternehmen empfinden, ist die lebendige Kommunikation mit den Entwicklern, durch die auch spezifische Kundenanforderungen prägend in den Entwicklungsprozess eingebracht werden können.

»Wir haben ein starkes Team und werden es weiterentwickeln. In der Technologie der Branche haben wir beste Chancen, ganz vorn mitzuspielen«, unterstreicht Henk van der Meij, einer der Gründer und Gesellschafter. Auf der Technology Roadmap für die kommenden Schritte stehen auch Themen wie Industrie 4.0. AWP stellt sich den Anforderungen der Zeit und geht die aktuellen Themen offensiv an. Dazu gehören auch Features wie Trace­ability oder Single-Board-Tracking, Prozessverkettung und angepasste Schnittstellen, Data-Matrix-Code, Abgleich der Prozessdaten mit den nachfolgenden Prozessen und den Leiterplatten, die in die Anlage geladen werden. Über gebohrte Zahlencodes können Produktdaten per Kamera ausgelesen und an das ERP-System weitergeben werden. Dabei werden z.B. Geschwindigkeit und Temperatur im Nassanlagenprozess erfasst. Auch RFID ist möglich; hier werden die Daten über einen integrierten Empfänger in der Leiterplatte ausgelesen. Alles Dinge, die schon im derzeitigen Portfolio angeboten, aber ständig weiterentwickelt werden.