ZVEI-Konjunkturbarometer "Elektroindustrie" Geschäftsklima und Auftragseingang legen zu, Auslastung sinkt

Nach der weiteren Erholung im Dezember des letzten Jahres hat das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im Januar 2014 nochmals deutlich zugelegt. Es ist jetzt auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Die Kapazitätsauslastung in der deutschen Elektroindustrie ist zu Beginn des ersten Quartals 2014 allerdings wieder etwas gesunken.

Die Lagebewertung und Erwartungen der Elektrounternehmen setzen dabei ihre unterschiedliche Entwicklung fort. Während die Firmen ihre aktuelle wirtschaftliche Situation im Januar gleich beurteilt haben wie im Dezember, sind die allgemeinen Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate kräftig gestiegen. 33% der Branchenunternehmen bewerten ihre gegenwärtige Lage derzeit als gut, 51% als stabil und 16% als schlecht. Gleichzeitig gehen 31% der deutschen Elektrofirmen von einer anziehenden Geschäftstätigkeit in den nächsten sechs Monaten aus. 64% der Firmen rechnen hier mit gleichbleibenden Aktivitäten, 5% mit Rückgängen.

Die Kapazitätsauslastung in der deutschen Elektroindustrie hat sich zu Beginn des ersten Quartals 2014 wieder etwas verringert. Sie ist um gut einen Prozentpunkt von 83,7% auf 82,6% der betriebsüblichen Vollauslastung gefallen und liegt jetzt damit nur leicht unter ihrem langjährigen Durchschnitt von 83%. Verglichen mit dem ersten Quartal 2013 rangiert sie aber eineinhalb Prozentpunkte höher.

Die Reichweite der Auftragsbestände blieb Anfang des ersten Quartals d.J. unverändert bei 2,7 Produktionsmonaten. Hier wird das langjährige Mittel weiter überschritten. Ein Mangel an Aufträgen bleibt das größte Produktionshemmnis – 18% der Firmen benennen ihn als solches. Vor einem Quartal waren es allerdings noch 20% der Branchenunternehmen.

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ZVEI Konjunkturbarometer

Daten & Fakten im Überblick

Auftragseingänge mit merklichem Plus zum Jahresende 2013

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie
haben zum Jahresende 2013 noch einmal merklich zugelegt. Im Dezember übertrafen sie ihren Vorjahreswert um 8,6%.
Aus dem Inland gingen dabei 6,9% und aus dem Ausland 10,0% mehr Bestellungen ein. Aus der Eurozone konnte ein Auftragsplus von 7,8% und aus Drittländern von 11,1% registriert werden.
Im gesamten vergangenen Jahr hat die Branche 2,6% mehr Aufträge in ihre Bücher geholt als 2012. Während die Bestellungen von inländischen Kunden hier mit plus 0,1% mehr oder weniger stagnierten, orderten ausländische Kunden 4,8% mehr. Die Auftragseingänge aus der Eurozone gaben dabei leicht um 0,6% nach, aus dem Nicht-Euroraum nahmen sie dagegen um 8,1% zu.

Produktion legt zu

Die (preisbereinigte) Produktion der Elektrounternehmen ist im Dezember 2013 um 2,9% gegenüber Vorjahr gestiegen. Im gesamten vergangenen Jahr ging sie um 2,7% zurück. Der Branchenumsatz lag im Dezember mit 14,2 Mrd. € 4,9% höher als vor einem Jahr.  Mit plus 5,2% (auf 7,2 Mrd. €) bzw. plus 4,7% (auf 7,0 Mrd. €) legten Inlands- und Auslandserlöse dabei annähernd gleich stark zu. Der Umsatz mit Euroländern wuchs mit 6,2% (auf 2,4 Mrd. €) sogar stärker als der mit Drittländern (plus 4,0% auf 4,6 Mrd. €). Für das gesamte Jahr 2013 ergibt sich – vorläufig – ein Umsatzrückgang von 2,2% auf 166,3 Mrd. €. Hier sind die inländischen Erlöse um 4,5% auf 84,9 Mrd. € gesunken, wohingegen die ausländischen Erlöse mit 81,4 Mrd. € (plus 0,1%) stabil blieben. Der Umsatz mit der Eurozone war mit 29,5 Mrd. € um 5,2% rückläufig, außerhalb der Eurozone stieg er indessen um 3,3% auf 51,9 Mrd. €. Für 2014 rechnet der ZVEI wieder mit einem realen Produktionsplus von zwei Prozent und einem Umsatzanstieg auf 170 Mrd. €.

Das komplette Konjunkturbarometer gibt es beim ZVEI zum Download.