Android-Patente Foxconn zahlt Lizenzgebühren an Microsoft

Auch beim weltgrößten Auftragsfertiger Foxconn kassiert Microsoft künftig Lizenzgebühren. Jedes produzierte Android-Gerät spült Microsoft einen nicht bezifferten Betrag in die Kasse. Warum Foxconn diese Vereinbarung unterzeichnet hat, darüber wird im Nezt heiß diskutiert.

Der chinesische Auftragsfertiger stellt mittlerweile einen Großteil der Android-Handys her. Und der Vertrag erstreckt sich auch auf Chrome OS basierende Hardware. 

Damit verschärft sich die Diskussion darüber, ob Hersteller von Smartphones oder Computern für die Nutzung von Android und Chrome OS Patentlizenzen brauchen. Google beharrt darauf, dass seine Systeme ohne Lizenzzahlungen an andere genutzt werden können. Vor allem bei Android schlossen jedoch große Geräteanbieter wie Samsung bereits Patentvereinbarungen mit Microsoft, berichtet der Informationsdienst Finanznachrichten.de.

Warum nun Foxconn anscheinend von sich aus diese Vereinbarung unterzeichnet hat, ist unklar: Denn als chinesisches Unternehmen wäre Foxconn eigentlich für Microsoft nur schwer greifbar für eine Patent-Klage gewesen. Aber anscheinend, so zumindest die Spekulationen,  verspricht sich Foxconn von der Vereinbarung unter Umständen ein "Gegengeschäft": Fertigungsaufträge von Microsoft. Offiziell tut Foxconn kund, man lege "größten Wert auf den Schutz geistigen Eigentums."

Wie viel Microsoft an den Lizenz-Deals verdient, darüber gibt es keine offiziellen Erhebeungen. Branchenexperten schätzen die Einnahmen pro Android-Gerät auf zwischen 3 und 6 Dollar.