Für den Airbus A350 XWB Flugzeugbauer Airbus setzt Teile aus dem 3D-Drucker ein

Stand 9. November 2015 hatte Airbus 787 Bestellungen für den A350 XWB von 41 Kunden. rs – a firm
Stand 9. November 2015 hatte Airbus 787 Bestellungen für den A350 XWB von 41 Kunden.

Das 3D-Druck Unternehmen Materialise stellt in seinem zertifizierten 3D-Druck-Werk ab sofort Kunststoffteile für den Airbus A350 XWB her. Der Airbus soll 25 % weniger Treibstoff verbrauchen und als modernes Breitrumpfflugzeug mehr Komfort bieten.

Im April dieses Jahres hatte Materialise bereits seine EN 9100-Zertifizierung und EASA 21G-Zulassung bekannt gegeben, die das Unternehmen zur Lieferung flugtauglicher und durch additive Fertigung hergestellter Industriebauteile autorisiert.

In der Luftfahrt bricht mit dem A350 XWB eine neue Ära an. Dieser Airbus zeichnet sich durch einen um 25 % geringeren Treibstoffverbrauch und höchsten Fluggastkomfort aus. In diesen Verbesserungen spiegelt sich ein Kernanliegen von Airbus wider, nämlich den modernen Anforderungen von Reisenden gerecht zu werden, die immer öfter auf Langstreckenflügen unterwegs sind. In den vollständig neu konzipierten A350 XWB hat Airbus einfache, robuste und effiziente moderne Systeme integriert, die für Zuverlässigkeit und geringen Wartungsbedarf sorgen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nur logisch, bestimmte Bauteile des A350 XWB im 3D-Druck zu produzieren, insbesondere wegen der Vorteile dieser Technologie in Bezug auf die Topologieoptimierung und funktionelle Integration.

„Airbus kennt und schätzt den Nutzen, den der 3D-Druck – oder in diesem Fall besser die additive Fertigung – dem A350 XWB als modernstem Breitrumpfflugzeug bringt. Aufgrund eines der anspruchsvollsten Testprogramme für ein Passagierflugzeug setzt der Einsatz von AM-Fertigbauteilen zudem ein starkes Zeichen hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Qualität, die die additive Fertigung heute liefert“, berichtet der Executive Vice President of Production von Materialise, Bart Van der Schueren. „Seit 25 Jahren arbeitet Materialise an der Verbesserung des Additive Manufacturing durch immer ausgeklügeltere Softwareanwendungen und ein 3D-Druck-Werk, das Bauteile herstellt, die selbst den Anforderungen der anspruchsvollsten Branchen genügen. Dazu gehören Medizintechnik, Automotive sowie die Luft- und Raumfahrt. Wir sind sehr stolz darauf, jetzt Airbus mit sofort einsatzbereiten Flugzeugbauteilen zu beliefern.“