Roland Berger Entwicklungssupport für den globalen Wettbewerb

Der globale Wettbewerb stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen: Sie müssen Produkte schnell entwickeln und einführen, die den lokalen Marktbedürfnissen entsprechen. Und das klappt laut der Untenehmensberatung Roland Berger oft mehr schlecht als recht. Ein neuer Entwicklungs-Ansatz soll helfen.

Einflussfaktoren wie regionale Marktrends, nationale Gesetzesauflagen und unterschiedliche Kundenwünsche führen oft zum Konflikt zwischen kurzfristigen Zielvorgaben für das Management und langfristigen Innovationszyklen. Die Folgen: fehlplatzierte Produkte und eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. "Dieses Missverhältnis ist für ein Großteil der internationalen Manager die größte Barriere für den Erfolg eines innovativen Produktes", sagt Jochen Gleisberg, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "Um zu vermeiden, dass Produkte scheitern und somit unnötige Kosten verursachen, sollten sich Unternehmen zeitig mit den Grundvoraussetzungen bestimmter Märkte und Produkte auseinandersetzen."

IPE – "Boosted innovation, optimized product value, efficient engineering" heißt der  Roland Berger-Ansatz, um Firmen bei der optimalen Entwicklung neuer Produkte für neue Märkte zu unterstützen. Dabei werden die Grundvoraussetzungen unter die Lupe genommen, die ein Produkt oder Produktportfolio erfüllen muss, um in einem bestimmten Markt erfolgreich zu sein. Dazu gehören wichtige Fragen wie: Welche Produktmerkmale bevorzugen die Kunden? Zu welchen Kosten? Was treibt die Kosten in die Höhe? Daraus entwickeln die Roland Berger-Experten eine individuelle Roadmap für jedes Produkt und jeden Markt. "IPE hilft uns, bisher ungenutztes Innovationspotenzial aufzudecken und in den Entwicklungsprozess einzubinden", erläutert Roland Berger-Partner Max Blanchet. "Denn in Zeiten harten Wettbewerbs können sich Firmen nur durch passende Innovationen von der Konkurrenz abheben und so erfolgreich am Markt bestehen."

IPE – mehr Innovation und kürzere Innovationszyklen

Doch der IPE-Ansatz analysiert nicht nur das Innovationspotenzial von Produkten und Technologien auf bestimmten Märkten. Auch Entwicklungsprozesse, damit verbundene Dienstleistungen und Geschäftsmodelle werden hier miteinbezogen. Denn aufstrebende Märkte verlangen oft nach anderen Lösungen als Industrieländer, erklärt Jochen Gleisberg: "Oft sind auf diesen Märkten einfachere, kostengünstige Varianten von etablierten Produkten gefragt. Firmen, die ihre Erzeugnisse hier erfolgreich etablieren wollen, müssen daher in der Lage sein, die richtigen Produkte dafür zu entwickeln bzw. ihr Produktportfolio und ihre Produktionsprozesse entsprechend anzupassen."

So lassen sich durch den IPE-Ansatz bis zu 40 Prozent mehr Innovationen realisieren. Beim gleichen Ressourcenaufwand können Firmen bis zu 60 Prozent mehr Produkte erfolgreich einführen. Im Engineering-Bereich können sie ihre Produktivität um bis zu 25 Prozent steigern. "Kooperationen mit Zulieferern im Technologiebereich sind hier sehr wichtig, um die Entwicklungskosten in Grenzen zu halten, den lokalen Marktbedürfnissen besser entgegenzukommen und das Problem des Fachkräftemangels umzugehen", sagt Max Blanchet.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt, um Herstellungskosten in verschiedenen Industriesektoren zu senken, ist die Modularisierung der Produktion. Denn Produkte, die nahezu identisch sind, und dennoch völlig unterschiedliche Bauteile verwenden, treiben die Kosten stark in die Höhe und setzen lange Markteinführungszeiten voraus. Durch eine stärkere Modularisierung können Firmen die gleichen Bauteile für viele unterschiedliche Produkte einsetzen und ihre Entwicklungs- und Produktkosten in Grenzen halten.