ZVEI-Analyse Elektroexporte legen zu

Wachstum Zuwachs Umsatzplus Aufwärtstrend Boom

Nach dem etwas schwächeren Zuwachs im April haben die deutschen Elektroexporte im Mai 2017 wieder kräftig zugelegt.

Über alle Fachbereiche hinweg nahmen die Branchenausfuhren gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat – der allerdings zwei ganze Arbeitstage weniger hatte – um 14,9 Prozent auf 16,0 Milliarden Euro zu. „Das war der bislang höchste Mai-Wert überhaupt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „In den gesamten ersten fünf Monaten dieses Jahres wuchsen die Exporte damit um 10,8 Prozent auf 80,2 Milliarden Euro.“

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland erhöhten sich auch im Mai schneller als die Exporte. Mit 14,7 Milliarden Euro lagen sie um 20,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Kumuliert von Januar bis Mai zogen sie um 11,7 Prozent auf 73,7 Milliarden Euro an.

Die deutschen Elektroausfuhren in die Eurozone sind im Mai um 10,5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen. Besonders hohe Zuwächse gab es bei den Lieferungen nach Litauen (+141,7 % auf 53 Mio. €), Lettland (+47,0 % auf 18 Mio. €), Österreich (+24,2 % auf 698 Mio. €) und Spanien (+18,9 % auf 562 Mio. €).

Ebenfalls deutlich erhöhten sich die Exporte nach Portugal (+10,8 % auf 126 Mio. €), Slowenien (+8,9 % auf 61 Mio. €), Finnland (+8,6 % auf 142 Mio. €), in die Niederlande (+8,3 % auf 733 Mio. €), nach Estland (+7,8 % auf 27 Mio. €) und Belgien (+6,9 % auf 358 Mio. €). Vergleichsweise geringere Zuwächse gab es im Geschäft mit Frankreich (+5,6 % auf 947 Mio. €) und Italien (+4,7 % auf 718 Mio. €).

Von Januar bis Mai 2017 übertrafen die Elektroexporte in den Euroraum ihren Vorjahreswert mit 25,5 Milliarden Euro um 8,1 Prozent.

Die Branchenausfuhren in die Länder außerhalb der Eurozone haben sich im Mai 2017 um 16,9 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro erhöht. Die mit Abstand höchsten Zuwachsraten gab es hier bei den Exporten nach Russland (+60,8 % auf 321 Mio. €), China (+39,6 % auf 1,7 Mrd. €) und Südkorea (+38,9 % auf 260 Mio. €). Auch die Ausfuhren nach Indien (+27,2 % auf 214 Mio. €), Ungarn (+22,2 % auf 493 Mio. €) und Japan (+19,8 % auf 234 Mio. €) nahmen überdurchschnittlich zu. Ebenfalls mehr Elektroexporte gingen nach Polen (+14,3 % auf 662 Mio. €) und in die Schweiz (+13,5 % auf 567 Mio. €). „Während die Elektroausfuhren in die USA im Mai um 21,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro und die nach Großbritannien um 24,3 Prozent auf 845 Millionen Euro stiegen, gingen die Exporte in die Türkei um 10,8 Prozent auf 268 Millionen Euro zurück“, so Dr. Gontermann.

In den gesamten ersten fünf Monaten dieses Jahres wuchsen die Ausfuhren in Drittländer um 12,0 Prozent auf 54,7 Milliarden Euro.