Arbeitsplätze für die Produktion »Ein ergonomischer Arbeitsplatz erhöht die Produktivität«

Tischarbeitsplätze sind in der Produktion ein fester Bestandteil. Aber längst sind diese nicht immer ergonomisch, auch hapert es oft an der praktischen Ausstattung. Dass ein ergonomisch konzipierter Arbeitsplatz die Produktivität der Mitarbeiter steigert, erkennen aber immer mehr Firmen, wie Marko Könönen, Geschäftsführer der Treston GmbH in Deutschland, bestätigt.

Treston konzipiert und produziert sowohl kundenspezifische als auch Standard-Arbeitsplatzeinrichtungen und Aufbewahrungssysteme vorwiegend für die Produktion, aber auch für Labore und Forschungseinrichtungen. Die für kundenspezifischen Systeme fließen in einen eigenen Katalog für Speziallösungen ein: »Die Idee zu einer Speziallösung entsteht zunächst durch eine kundenspezifische Anfrage. Wenn das Produkt dann konstruiert wurde und beim Kunden im Einsatz ist, nehmen wir es in den Spezialprodukt-Katalog auf, sodass von einer Idee letztlich alle Kunden profitieren.« Grundsätzlich sind die Arbeitsplatz- und Aufbewahrungssysteme von Treston modular aufgebaut. Die einzelnen Ausstattungsteile sind frei wählbar. »Unser Schwerpunkt liegt auf Arbeitsplatzeinrichtungen für die Produktion, etwa 50 Prozent davon entfallen auf die ESD-Produktion. Die anderen 50 Prozent sind Arbeitsplätze für leichte Montagetätigkeiten oder schwere Werkbänke«, erläutert Könönen. Besonderen Wert legt Treston auf die Ergonomie, wie Könönen betont, »weil dieser Aspekt von Anfang an die Basis für unsere Einrichtungen bildete.« So hat Treston beispielsweise 2009 in Kooperation mit dem für ergonomische Konzepte bekannten Designer Yrjö Kukkapuro die Stuhlserie »X« herausgebracht.

Das für die Fertigungsbranche desaströse Jahr hat Treston gut überstanden. Mittlerweile steigen die Umsätze auch bereits wieder deutlich an, wie Könönen erklärt: »Verglichen mit dem letzten Jahr, verbuchen wir eine Umsatzsteigerung von 20 bis 30 Prozent, vor allem in den letzten zwei Monaten haben wir im Vorjahresvergleich enorm zugelegt.« Dass die Produktionsverantwortlichen sich verstärkt mit Themen wie Ergonomie, effizientes Arbeiten und dem Produktionsfaktor »Wohlfühlen am Arbeitsplatz« beschäftigen, ist laut Könönen nicht ganz neu. Diesen Trend stellt er bereits seit einigen Jahren fest. Im letzten Jahr hatten viele produzierende Untenehmen allerdings zwangsläufig mehr Zeit, um sich intensiv mit der Gestaltung ihrer Arbeitsplatzeinrichtungen zu beschäftigen, was Treston jetzt zugute kommt: »Die Unternehmen müssen investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und das tun sie jetzt offensichtlich wieder.« Insofern erwartet der Geschäftsführer, dass die nächsten zwölf Monate weiteres Wachstum für Treston bringen werden. Dass die Kunden dabei immer kürzere Lieferzeiten fordern, ist für Treston kein Problem: »Wir haben schon von je her auf ein großes Lager und eine sehr gute Produktverfügbarkeit geachtet, insofern kommt es bei Katalogware normalerweise nicht zu Lieferengpässen. Bei Systemen, die wir kundenspezifisch entwickeln, muss man natürlich die Konstruktionszeit mit berücksichtigen.« Treston garantiert außerdem eine Nachkaufmöglichkeit von bis zu 10 Jahren. »Das kommt sehr gut an bei unseren Kunden und ist sicherlich auch einer un-serer Wettbewerbsvorteile, weil nicht für jeden Mitbewerber selbstverständlich«, erklärt Könönen.
 
Was spricht dagegen, einen Arbeitsplatz für die Produktion hemdsärmlig einfach selber zu entwerfen? »Die Firmen stellen fest, dass sie nichts sparen, wenn sie versuchen, professionelle Arbeitsplätze selbst zu bauen«, gibt Könönen zu bedenken. »Solche Arbeitsplätze sind meistens nicht flexibel auf Veränderungen anpassbar, was heute unerlässlich ist, und schlussendlich auch nicht günstiger als der Kauf fachgerechter Standardware.«

Die schwächere Phase im letzten Jahr hat Treston genutzt, um die eigenen Abläufe zu prüfen und effizienter zu gestalten: »Wir haben beispielsweise Anfang des Jahres zwei neue Spritzgussmaschinen gekauft, und derzeit montieren wir eine neue Lackierlinie. In die Neu- und Weiterentwicklung von Arbeitsplatzsystemen haben wir ebenfalls viel Zeit gesteckt, um unser Produktspektrum weiter auszubauen«, betont Könönen. Schließlich wolle man auf den für Treston wichtigen Messen weiterhin jedes Jahr neue Produkte zeigen können.

Was charakterisiert einen ergonomischen Arbeitsplatz in der Produktion?

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters individuell und damit möglichst perfekt einstellbar. Deshalb muss er nach dem Verständnis von Treston folgende Kriterien erfüllen: Nicht nur Stühle, sondern auch Tische müssen höhenverstellbar sein, der Arbeitsplatz sollte sehr gut ausgeleuchtet sein, und alle notwendigen Materialien sollten sich in greifbarer Nähe befinden - jedoch nicht auf der Arbeitsfläche, wo sie Platz beanspruchen und zwangsläufig zu Unordnung führen, sondern innerhalb entsprechender Aufbauten der Arbeitsplätze oder hinter den Mitarbeitern, in dafür ausgestatten Ständern oder Wagen. Damit ein einmal angeschaffter Arbeitsplatz ergonomisch auch wirklich bleibt, muss er sich flexibel anpassen lassen: in der Anordnung zu anderen Arbeitsplätze oder indem sich das Zubehör austauschen bzw. ergänzen lässt.