Release 2.0 des Siplace Feeder Managers »Durch ein optimales Feeder-Management lässt sich viel Geld sparen«

Kornelia Walter, SEAS: »Setzt man auf althergebrachte Inventarisierungs- und Wartungsmanagement-Systeme fehlt die entscheidende Möglichkeit, ein »Location Tracking« durchzuführen.«

Ab sofort ist das Release 2.0 des Siplace Feeder Managers verfügbar und macht das Verwalten der Feeder-Pools in der Elektronikfertigung noch ein Stück professioneller: So lassen sich für den gesamten Bestand je Feeder-Modell oder für jeden einzelnen Feeder wahlweise zeit- oder nutzungsgebundene Wartungsintervalle definieren. Außerdem kann man für jede Feeder den Status, die verbrauchten Ersatzteile und die Reparaturhistorie papierlos erfassen und verfolgen.

»Im Feeder-Pool ist viel Kapital gebunden. Daher bedarf es effizienter Tools, um den Bestand wirklich zu überblicken«, erklärt Kornelia Walter, Siplace Service Product Manager bei Siemens Electronics Assembly Systems (SEAS).  »Wer hier keine genaue Übersicht hat, baut möglicherweise unnötig hohe Bestände auf oder die Zusammensetzung der Feeder-Typen entspricht nicht den aktuellen Anforderungen in der Fertigung«, so Walter. Bereits in kleineren Fertigungsstätten sind oft mehrere Hundert Feeder im Umlauf, bei großen Fertigungen geht es in die Tausende. »Durch ein optimales Feeder-Management mit dem man auch die präventive Feeder-Wartung im Griff hat, lässt sich viel Geld sparen.«

Genügt zum Verwalten der Feeder nicht ein Inventarisierungs- und Wartungssystem? »Nein«, meint Walter, »denn den althergebrachten Inventarisierungs- und Wartungsmanagement-Systemen fehlt die entscheidende Möglichkeit, ein »Location Tracking« durchzuführen. Feeder sind aber mobil und verändern ständig ihren Aufenthaltsort. Dadurch können sie auch leicht verloren gehen bzw. sie sind in der Fabrik nicht auffindbar. Eine Feeder-Bestandskontrolle wird auf diese Weise also schwierig.« In der Tat, denn welcher Fertigungspraktiker kennt  nicht die Feeder, die mit Zetteln beklebt auf ihre Reparatur warten? Geht beispielsweise der Zettel verloren, kommt es schon vor, dass eine nicht funktionierende Feeder versehentlich wieder aufgerüstet wird. Und das könnte fatale Auswirkungen haben, denn besonders der Zustand der Feeder hat große Bedeutung für die Elektronikfertigung: Eine wartungsbedürftige Feeder kann zum Stillstand der kompletten SMD-Linie führen. »Je nach Situation können mehr als 80 Prozent ungeplanter Stillstände an SMD-Linien auf Feeder-Probleme zurückgehen«, weiß Walter. »Die überwiegende Ursache sind schlecht gewartete Feeder.« Ein gutes Feeder-Management dagegen steigert den Nutzungsgrad und die Produktivität der Linien genauso wie die Bestückqualität.

Unterstützung beim Fehler und Reparatur-Management 

Der Siplace Feeder Manager 2.0 gibt auf Knopfdruck Aufschluss darüber, an welchem Ort sich ein Förderer (Feeder) befindet: im Vorrüstbereich, an einer bestimmten Maschine, in Wartungsbereich oder im Lager. »Jedes Unternehmen kann diese Orte frei, einfach und nach seinen Anforderungen definieren – und damit ein langes Suchen in der Fertigung vermeiden«, sagt Walter. Das Bedienpersonal an der Linie kann die Fehlersymptome eines nicht einwandfrei funktionierenden Feeders direkt über den PDA beschreiben – papierlos und mit Hilfe von Fehlercodes. Die Software sperrt den Feeder für den produktiven Einsatz. Das Wartungsteam kann nun den Feeder inspizieren, mit Hilfe der Feeder-Care-Station prüfen und meist durch Reinigen und Einstellen, manchmal auch durch Reparieren wieder in den optimalen Zustand bringen. Der Feeder Manager erfasst sämtliche Aktivitäten und hinterlegt sie in einer Historie – »das geht bis hin zu den eingesetzten Ersatzteilen und Reparaturaufwendungen. Mit Hilfe von Reports und der Exportfunktion lassen sich die Daten weiter auswerten«, so Walter.

Auch für kleine Fertigungsstätten interessant

Nicht nur für große Elektronikfertigungen, auch für kleine Fertigungsstätten sei der Feeder Master eine Option, betont Walter ausdrücklich: »Kleine Fertigungen können ihn als Stand-Alone-System auf einem separaten Arbeitsplatz installieren. Wer die volle Funktionalität nutzen will, installiert die Software als vernetztes Gesamtsystem in allen Bereichen, die am Feeder Management beteiligt sind – z.B. Vorrüstbereich, Fertigung und Wartungsbereich.«

Der Return-on-Investment variiert mit den spezifischen Gegebenheiten im Unternehmen. Bestückvolumen, Bauteilpreise, Größe, Struktur und Alter des Feeder Pools – all dies nimmt Einfluss. »Vielleicht als Richtwert: Bei bereits durchgerechneten Projekten liegen die ROI-Zeiträume zwischen zwei und sechs Monaten«, ergänzt Walter. Dabei seien noch nicht einmal alle Einsparungen berücksichtigt, »denn diese Berechnungen erfassen nur die Effekte der präventiven Wartung, also den erhöhten Liniennutzungsgrad und die verbesserte Ausbeute. Kosteneinsparungen durch die deutlich effizienteren Prozesse im Bereich Wartung/Reparatur oder durch eine Optimierung von Umfang und Struktur des Feeder Pools sind hier noch gar nicht eingeflossen.«