Zahlen und Fakten Die productronica wächst weiter

Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, Thilo Brückner, Geschäftsführer VDMA EMINT, Rainer Kurtz, Vorsitzender der Geschäftsführung Kurzt Holding, Christoph Stoppok, Geschäftsführer ZVEI, Ajit Manocha, CEO SEMI (v.l.n.r.)
Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, Thilo Brückner, Geschäftsführer VDMA EMINT, Rainer Kurtz, Vorsitzender der Geschäftsführung Kurzt Holding, Christoph Stoppok, Geschäftsführer ZVEI, Ajit Manocha, CEO SEMI (v.l.n.r.)

1200 Aussteller aus 42 Ländern, davon 48 Prozent internationale Aussteller: Die Weltleitmesse der Elektronikfertigung wächst auch dieses Jahr und präsentiert die Neuheiten auf insgesamt 43.500 m².

»Die hohe Internationalität der Messe spiegelt sich in den vielen internationalen Gemeinschaftsständen wider«, so Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München. Insgesamt gibt es auf der Messe 11 internationale Gemeinschaftsstände, darunter Aussteller aus China, Estland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Korea, Marokko, den Niederlanden, Österreich, Taiwan und den USA. Zusätzlich gibt es sechs deutsche Gemeinschaftsstände, wie das Cluster Mechatronics.

Zu den Highlight-Themen in diesem Jahr zählt die Sonderschau „Smart Data – Future Manufacturing“ in Halle B2. In Zusammenarbeit mit dem VDMA und Lufthansa Logistic zeigt die Sonderschau, wie sich Informationen sammeln, analysieren und in neue Geschäftsmodelle umsetzen lassen. Besucher erfahren, wie modernes Datenmanagement die Produktivität in der Elektronikproduktion steigert, indem es Prozessoptimierung, Condition Monitoring und Predictive Maintenance ermöglicht.

»Der Maschinenbau erlebt – hauptsächlich getragen durch das Auslandsgeschäft – ein Wachstum. Unsere Branche profitiert davon überdurchschnittlich«, so Rainer Kurtz, CEO von Kurtz Ersa und VDMA Productronic. Der Auftragseingang für die ersten neun Monate ist um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen: Vor allem die Exportmärkte zeigen mit 10 Prozent ein deutliches Wachstum. Die Maschinenproduktion steigt um 3 Prozent in den ersten acht Monaten in 2017 gegenüber dem Vorjahr. Laut einer Umfrage unter den Mitgliedern im VDMA Bereich EMINT erwarten 85 Prozent der Befragten für das laufende Jahr ein Wachstum zwischen 10 und 20 Prozent. Auch für das nächste Jahr erwarten 80 Prozent ein Wachstum zwischen 5 und 10 Prozent. Nur 4,5 Prozent erwarten für 2018 einen Rückgang.

Die Exporte nach China sollen sich laut VDMA im nächsten Jahr zwar verlangsamen und die Lieferungen nach Großbritannien zurückgehen. Diese Entwicklungen wird aber nach Ansicht der wachsende Inlandsmarkt kompensieren. Die Wachstumsrate für die Exporte in die EU und USA bleiben voraussichtlich konstant.

Zu den Hauptmärkten der Maschinenbauer zählt die Automobilindustrie. »Unsere Unternehmensgruppe ist zu 50 Prozent vom Automobilmarkt getragen«, so Kurtz. Immer mehr Elektronik wird in die Autos eingebaut. Laut Schätzungen soll der Wertschöpfungsanteil der Elektronik in Autos bis 2030 auf 50 Prozent steigen. Ein weiterer Treiber ist die Digitalisierung der Produktion. Für die nächsten Jahre prognostizieren die Experten kontinuierliche zweistellige Wachstumsraten, allerdings mit einem Abwärtstrend für die kommenden Jahre.