10 Jahre OE-A Die milliardenschwere Erfolgsgeschichte der organischen Elektronik

Die OLED-Jacke: Getragen wird sie hier von der Sängerin der Pop-Band Black Eyed Peas bei einem Konzert 2011. Im Gegensatz zur Vorgängerversion mit LEDs soll es in der Jacke nicht so warm werden.
Die OLEDs zählen zu einer der großen Errungenschaften der organischen Elektronik. Hier kombiniert zur "Wearable Elektronik."

OE-A, der internationale Industrieverband und Wegbereiter für organische und gedruckte Elektronik, feiert seinen zehnten Geburtstag. Wir werfen einen Blick auf die Entwicklung der Technologie und die wichtige Rolle, die der OE-A bei deren Verbreitung innehat.

Was einst ein zartes Pflänzchen war, ist inzwischen zumindest in Teilbereichen ein lukrativer Markt: Die Technologie der organischen Elektronik ist auf dem Markt angekommen: Für Dr. Stephan Kirchmeyer, Vorsitzender der OE-A, ist damit ein Traum wahr geworden. Er glaubte von Anfang an an den Erfolg der organischen Elektronik. 

Was inzwischen alles mit organischer Elektronik möglich ist, zeigt unsere Bildergalerie.

Bilder: 11

Happy Birthday Organische Elektronik!

Organische Elektronik erobert inzwischen auch Massenmärkte.

Der Erfolg der organischen Elektronik ist auch ein Verdienst der OE-A (Organic and Printed Electronics Association). Vor zehn Jahren wurde der führende internationale Industrieverband für organische und gedruckte Elektronik als Arbeitsgemeinschaft im VDMA gegründet. 35 Gründungsmitglieder aus vier Ländern kamen damals in Frankfurt zusammen. Sie alle verfolgten die Vision, die noch junge Technologie in Anwendungen massentauglich zu machen – mit Hilfe der OE-A, die bis heute Netzwerk-Arbeit unter den Mitgliedern als eine ihrer Hauptaufgaben ansieht.   

„Mit heute fast 230 Mitgliedern aus aller Welt, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, ist die Arbeitsgemeinschaft zur größten und internationalsten im VDMA gewachsen“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des VDMA Thilo Brodtmann. Er hat den Entstehungsprozess der OE-A von Beginn an begleitet.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich nicht nur die Zahl der Mitglieder verändert. Damals startete die OE-A mit zwei Arbeitsgruppen – „Applications“ und „Technologies“ – in denen Experten eine Roadmap für die Entwicklung organischer und gedruckter Elektronik und deren Markteintritt aufgestellt haben. Anfangs eine große Aufgabe, folgten der ersten Roadmap alle zwei Jahre Aktualisierungen, die die Arbeit und das Vorankommen der Community maßgeblich prägen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die sechste Ausgabe. Mittlerweile arbeiten sieben Arbeitsgruppen daran mit.

In vielen Bereichen habe vor zehn Jahren die Vorstellung für die konkrete Verwendung von organischer und gedruckter Elektronik noch gefehlt, berichtet Stephan Kirchmeyer. „Wir sind kurz vor dem Markteintritt“, hat es über viele Jahre geheißen. Die Technologie war da, aber der Markt war noch nicht bereit. „Vielen war nicht klar, wie weit der Weg tatsächlich ist“, sagt Wolfgang Mildner, stellvertretender Vorsitzender der OE-A

So konnten Experten schon vor zehn Jahren Displays bauen, die flexibel und gebogen sind. Bereits in der ersten Roadmap wurden sie erwähnt. „Aber wofür man solche Displays tatsächlich einsetzen kann, lag noch ziemlich im Dunkeln“, erinnert sich Kirchmeyer. „In diesem Bereich sind wir Mainstream“, sagt er heute. Smart Watches und gebogene TV-Displays haben den Weg in den Handel gefunden – für jeden zu erwerben.