Aegis-Software für die Fertigungssteuerung Die Fertigung komplett im Blick

Daniel Walls, Aegis: »Unser System bietet mehr als ein klassisches MES-System, weil wir auch den NPI-Prozess, also die Phase zwischen Produktentwicklung und Serienanlauf, abdecken.«
Daniel Walls, Aegis: »Unser System bietet mehr als ein klassisches MES-System, weil wir auch den NPI-Prozess, also die Phase zwischen Produktentwicklung und Serienanlauf, abdecken.«

Alle Daten in der Fertigung mit und in einem einzigen System abbilden - diesen Ansatz verfolgt Aegis Software mit seinem Manufacturing Operation System (MOS). In den USA ist Aegis damit bereits sehr erfolgreich, nun will Europachef Daniel Walls auch in Deutschland durchstarten.

Den Begriff »MOS« anstelle von »MES« hat Aegis bewusst gewählt, wie Daniel Walls, European Managing Director von Aegis erklärt: »Wir wollen damit aussagen, dass unser System mehr bietet als ein klassisches MES-System, indem wir auch den NPI-Prozess, also die Phase zwischen Produktentwicklung und Serienanlauf, abdecken.« Ein weiterer Vorteil: Das Aegis MOS greift für alle Prozesse auf eine zentrale SQL-Datenbank zurück, in der sämtliche Produkt-, Test-, und Materialdaten einfließen. Dadurch, so Walls, gibt es natürlich viel weniger Fehlerquellen, als wenn mehrere teils proprietäre Datenbanken, beispielsweise eine separate Datenbank für das Materialmanagement, im Einsatz sind. Das System ist komplett webbasiert.

Einen entscheidenden Schritt für seine »Deutschland-Offensive« hat Aegis bereits getan: Seit dem 1. Juni gibt es das MOS  komplett in deutscher Sprache. Eine feste Niederlassung in Deutschland soll im Laufe des nächsten Jahres folgen. So lange werden die Kunden durch deutschsprachige Vertriebsmitarbeiter vom europäischen Headquarter in High Wycombe bei London betreut. Unterstützt wird Aegis dabei durch ein autorisiertes Nezt an Distributoren. Diese Partner vertreiben die Software und übernehmen in vielen Fällen auch den Support. Derzeit ist Walls dabei, das Personal für die neue Niederlassung zu rekrutieren. Momentan kommen etwa 20 Prozent des Umsatzes aus Europa und 10 Prozent aus Asien. Den  Löwenanteil von 70 Prozent erwirtschaftet die Software-Schmiede aber nach wie vor in den USA. »Wir wollen in Europa und Asien deutlich wachsen«, bekräftigt Walls sein Ziel. Momentan nutzen in Deutschland etwa 45 Kunden das Aegis-System, darunter etwa zwei Drittel OEMs und ein Drittel EMS-Firmen. Besonders im EMS-Sektor sieht Walls noch viel Bedarf für sein MOS. Mittelfristig soll sich das Verhältnis OEMs zu EMS auf 50:50 einpendeln.